86 Frauen, Männer und Kinder gehören der Freiwilligen Feuerwehr Biere an. Beim Tag der offenen Tür - traditionell am 1. Mai - haben die kleinen und großen Brandbekämpfer gezeigt, was sie alles können.

Biere l Früh aufstehen musste Reinhard Bester am Freitag, 1. Mai. Denn der Brandmeister, der seit 1970 der Freiwilligen Feuerwehr Biere angehört, musste um 6 Uhr hinter den Herd. Genauer gesagt an die Gulaschkanone. Schließlich galt es, 300 Portionen Erbsensuppe zuzubereiten. Denn diese Suppe ist genauso Tradition wie der Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr in Biere am 1. Mai.

"Früher haben wir ein Frühlingsfest veranstaltet, dann haben wir es zum Tag der offenen Tür umgestaltet, den wir heute schon zum 24. Mal organisieren", sagt Wehrleiter Hans-Jürgen Schulze. Diesen Tag nutzen die Kameraden, um der Öffentlichkeit einerseits ihr Arbeitsspektrum zu präsentieren und andererseits um junge Menschen für dieses Ehrenamt zu begeistern.

Spielmannszug wird 55, die Feuerwehr 125 Jahre alt

Derzeit gehören zu der Bierer Jugendwehr sieben Mitglieder - drei Mädchen, vier Jungen. Angeleitet werden sie von Alexander Wierzbowski. Der 19-Jährige hat die Aufgabe des Jugendwartes seit zwei Jahren inne. "Es macht Spaß, den Kindern mein Wissen weiterzugeben", benennt er seine Motivation. Beim Tag der offenen Tür bietet er mit seinem Team unter anderem das Geschicklichkeitsspiel "Heißer Draht", das "Löschen" eines Hauses sowie Basteln an.

Höhepunkt bei Klein und Groß sind ab dem frühen Mittag die Rundfahrten mit dem Feuerwehrfahrzeug. Und nicht zu verachten ist der Spielmannszug, der der Bierer Feuerwehr angegliedert ist. Die 32 Kameraden beweisen selbstverständlich auch ihr Können an dem Aktionstag. Diese Musikergruppe gibt es seit 1960. Das 55-jährige Bestehen soll in diesem Jahr groß gefeiert werden - gebührend. Deshalb wird die Fete zusammen mit dem diesjährigen 125. Geburtstag der Feuerwehr gefeiert. Das Datum steht bereits fest: nämlich im Rahmen des Bierer Heimatfestes vom 12. bis zum 14. Juni.

Grund zum Freuen gab es am 1. Mai außerdem, weil zwei neue Mitglieder des Spielmannszuges offiziell begrüßt wurden. Antje und Christian Großmann. Sie stammt aus Welsleben, heute wohnt das Paar in Staßfurt. Die Verbundenheit zur Heimat ist aber immer noch geblieben - das allein beweist der Beitritt dem Spielmannszug.

 

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