Schönebeck. (tsc). "Machen Sie den Artikel bloß nicht so groß", bittet Kerstin Bodenburg, Lehrerin für Deutsch, Mathe, Sachunterricht und Sport an der Grundschule "Am Lerchenfeld", nachdem Chamäleon die Klasse 4b, deren Klassenlehrerin sie ist, besucht hat. Diese Bescheidenheit mag ein Indiz dafür sein, warum sie so beliebt bei ihren Schülern ist.

Sie ist neben Kristina Bullert von der Maxim-Gorki-Schule eine von zwei Lehrerinnen aus Schönebeck, die zur Wahl zum beliebtesten Lehrer Sachsen-Anhalts stehen. Von dieser Wahl hat auch Nils Rohde (10), Schüler der 4b erfahren und Kerstin Bodenburg zusammen mit seiner Mutter auf www.landeselterntag.de vorgeschlagen.

"Wir haben das in der Familie besprochen und für jeden in der Klasse einen Zettel mit der Internetadresse ausgedruckt, so dass alle für sie abstimmen können", erklärt Nils. Dass er damit die volle Zustimmung seiner Klassenkameraden hat, zeigen die vielen Wortmeldungen der Schüler, wenn man sie fragt, warum Kerstin Bodenburg eine gute Lehrerin ist.

"Also ich stimme jeden Tag für Frau Bodenburg ab", sagt Michelle Fuhlrott (10). "Ich auch", schallen sofort viele Stimmen im Klassenraum. "Sie hilft immer und verliert nie die Geduld", erklärt Michelle weiter.

Auch Fabian Altmann (9) mag seine Klassenlehrerin: "Sie macht oft Späße, bleibt immer ruhig und schreit nicht gleich rum. Und sie kann auch gut schlechte Schrift lesen."

"Bei ihr kommt jeder dran", weiß Lara Hruschka (10). "Sie ist immer nett, man kann mit ihr über Probleme reden und sie nimmt sich immer Zeit. Frau Bodenburg ist einfach meine Lieblingslehrerin", berichtet Lara weiter.

"Sie ist die Queen of Lehrerin", erklingt ein lauter Ruf. Es war Anna-Lena Depta (10). Viele Lacher und große Zustimmung sind das Resultat. Man merkt, dass die Chemie in der Klasse stimmt - unter den Schülern und vor allem auch mit ihrer Klassenlehrerin.

Auch Toni Michael Krüger (10) möchte noch unbedingt etwas sagen: "Sie hat viel Geduld. Nicht nur mit mir, sondern auch mit den anderen Chaotenkindern in der Klasse. Sie scherzt gern und man kann viel mit ihr lachen."

Der Rummel um ihre Person ist Kerstin Bodenburg ein wenig unangenehm. "Viele Lehrer hätten es verdient, auf dieser Liste zu stehen", relativiert sie. Auf die Frage, was sie von anderen Lehrern unterscheidet, warum sie bei ihren Schülern so beliebt ist, antwortet sie: "Es ist ja auch immer eine Frage der Sichtweise. An seiner Persönlichkeit kann man nichts ändern. Ich bin so, wie ich bin und das scheint den Schülern zu gefallen. Ich kann nur sagen, dass ich erst wirklich zufrieden bin, wenn auch der letzte Schüler sagt ¿Aha, jetzt habe ich es verstanden!\' Außerdem habe ich hier viele nette Kollegen, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen. Da macht die Arbeit einfach Spaß."

Im weiteren Gespräch gesteht sie, dass es schon schön wäre, bei der Wahl weit oben zu landen - in aller Bescheidenheit.

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