Aschersleben. Zum zweiten Mal hielt der Kriminalbiologe und Spezialist für forensische Entomologie, Mark Benecke aus Köln, der anhand von Maden die Liegezeit einer Leiche ermitteln kann, am Montagabend im Bestehornhaus einen interessanten Vortrag. Dieses Mal waren rund 380 Besucher erschienen.

Wie beim letzten Mal durften sie sich aus einer Fülle von Themen wieder eines auswählen. In die engere Wahl kamen dabei Maden auf Leichen, Serienmörder, Gerüche und Leichen sowie die plötzliche Selbstentzündung von Menschen.

Das Publikum entschied sich dann per Applaus für die Serienmörder und lernte damit den Deutschen Jürgen Bartsch, der in den 60-er Jahren acht Jungen ermordet hat und Luis Alfredo Garavito aus Kolumbien kennen, der von 1992 bis 1999 mehr als 300 Kinder regelrecht abgeschlachtet haben soll.

Benecke verstand es, die Besucher mit seinen Detailinformationen und einem Blick in die Seelenlage dieser Mörder zu fesseln. Bei seinen spannenden Erzählungen hätte man in dem großen Saal bis zum Schluss gegen 23.15 Uhr eine Stecknadel fallen hören. "Je unauffälliger jemand ist, um so größer ist die Gefahr, dass er ein Serienmörder ist. Viele von denen sind sehr nette Nachbarn", gab Benecke den Zuhörern mit auf den Weg.

Weil es dem Kriminalbiologen so gut in Aschersleben gefiel, wird er im Frühjahr 2012 wieder kommen.