Unübersehbar war die Schar der freiwilligen "Putzteufel" am Sonnabend in der Straße der Jugend. An dem strahlend schönen Tag griffen Mieter und Mitarbeiter der Städtischen Wohnungsbau GmbH (SWB) zu Müllsack, Besen und Schaufel.

Schönebeck. Viel abschauen konnten sich die Schönebecker bei der Putzaktion der SWB. Mieter und Mitarbeiter des kommunalen Unternehmens legten am Sonnabend kräftig Hand an in der Straße der Jugend. Und besonders die Schüler, Eltern und Lehrer der Maxim-Gorki-Schule waren zahlreich zum Aufräumen erschienen.

Bereits seit 9 Uhr fegten die Frauen und Männer in der Straße der Jugend den Gehweg vor den Häusern, machten die Beete mit dem Rechen schick und zupften Unkraut. An der Maxim-Gorki-Schule halfen die Mädchen Ida und Nariman, ihren Schulhof wieder ein Stückchen schöner zu machen: Sie sammelten nicht nur Müll und Scherben auf, sondern verzierten den Zaun mit Bildern aus Silberpapier. Reinhard Schmidt begradete die Erde mit einer Maschine, aber erst nachdem der junge Philipp samt Eltern und Lehrern dort Gras gesät hatte - damit die kahle Fläche hinter der Schule wieder einen grünen Rasen bekommt.

Geholfen haben auch Mieterin Annette und ihre Kinder Laura und Isabo. "Klar war es anstrengend, aber das Erfolgserlebnis am Ende ist das Beste. Und die Bratwurst!", lachte sie. Diese kleine kulinarische Belohnung warf SWB-Prokurist Karsten Fiedler auf den Grill. Aus den Gesprächen der freiwilligen Helfer war die Hoffnung herauszuhören, dass die neu angelegten Pflanzen bitte nicht dem Vandalismus zum Opfer fallen sollen.

Zu den "Frühlingsputzern" gehörte auch die Landtagsabgeordnete und Stadträtin Sabine Dirlich (Die Linke). Sie ist Mitglied im Aufsichtsrat der SWB und gestand gegenüber der Volksstimme: "Ich hatte bereits im vergangenen Jahr eine Einladung, war aber verhindert. Dieses Mal konnte ich die Einladung nicht ausschlagen."