Der 14-jährige Tobias Weidemann nutzte gestern den Zukunftstag, um einen Vormittag lang im Krankenhaus seiner Heimatstadt Schönebeck zu arbeiten.

Schönebeck. Als Tobias Weidemann erfahren hat, dass bald Zukunftstag ist, hatte er die Wahl: Entweder geht er zur Schule oder aber er nutzt die Chance und schnuppert einen Tag lang in einen Beruf, sammelt so Erfahrungen und kann sich ein Bild von dem machen, was ihn zukünftig erwarten könnte. Eigentlich will der Achtklässler Tierarzt werden. In diesem Berufsfeld ist aber kein Praktikum möglich. Um dennoch am "Boys\' Day" im medizinischen Bereich tätig sein zu können, entschied er sich für das Schönebecker Krankenhaus, wo er sich persönlich bei Oberschwester Christel bewarb. Mit Erfolg! Denn gestern hatte Tobias die Chance, sich in der Chirurgie umzuschauen.

Für die Klinik ist die Berufsorientierung Ehrensache. Deshalb beteiligt man sich am Zukunftstag seit seinen Anfängen. Cornelia Heller, Pressesprecherin des Hauses, hält es für selbstverständlich, Jugendlichen die Krankenhaustüren weit zu öffnen, da die Schüler so hinter die Kulissen schauen können. "Krankenhaus aus einer anderen Perspektive", sagt sie. Schließlich setze man in der Klinik auf interessierten Nachwuchs, der eines Tages vielleicht auch eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger beginnt. Doch davor steht immer auch ein Praktikum. "Denn es bringt keinem etwas, wenn die Aufgaben zur Überforderung werden", erklärt Cornelia Heller.

In diesem Jahr waren fünf Mädchen und ein Junge im Schönebecker Krankenhaus aktiv, in der medizinischen Klinik Salzelmen war es ein Mädchen. Sie waren alle auf verschiedenen Stationen, schauten zu und erledigten leichte Aufgaben.

Am Ende des Vormittags folgte ein Abschlussgespräch mit Pflegedirektorin Oberschwester Christel. Thema war, wie es den Jugendlichen gefallen hat, für einen Tag in die Berufswelt des Krankenhauses einzutauchen. Die Resultate des Gespräches werden im nächsten Jahr berücksichtigt und auf Verbesserungsvorschläge wird so gut es geht eingegangen. Denn man möchte, dass sich die Jugendlichen wohlfühlen und einen Job im Bereich Medizin auch wirklich in Erwägung ziehen!