Mehr als 230 Besucher waren am Montagabend in die Aula des Egelner Gymnasiums zum Neujahrskonzert der Verbandsgemeinde Egelner Mulde gekommen. Und die Besucher wurden auch in diesem Jahr nicht enttäuscht.

Egeln l Der Freundeskreis der klassischen Musik wird in der Egelner Mulde scheinbar immer größer. Das zeigte sich jedenfalls am Montagabend in der Aula des Gymnasiums in der Bodestadt. Mehr als 230 Besucher waren zum Neujahrskonzert der Verbandsgemeinde Egelner Mulde gekommen.

Streicher und Bläser spielen erstes Stück ohne Dirigenten

Die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie unter der Leitung von Gerard Oskamp verstand es auch im vierten Jahr wieder, die Besucher in ihren Bann zu ziehen. Doch etwas war anders, als in den vergangenen Jahren. Nicht nur, dass Gerard Oskamp zum ersten Mal beim Neujahrskonzert das Orchester leitete. Endete in jedem Jahr die Aufführung mit dem Radetzky-Marsch, so wurde dieses beschwingte Stück, das immer wieder die Zuhörer mitreißt, gleich zu Beginn gespielt. Noch ohne Dirigenten spielten die Streicher und Bläser auf, und das Publikum wippte im Takt mit. Der Radetzky-Marsch war, um es salopp zu sagen, die Einmarschmusik des Chefdirigenten. "Sie spielen das auch ohne mich", sagte Gerard Oskamp und deutete mit seinem Dirigentenstock auf die Musiker hinter ihm. "Ich werde wohl in Zukunft nur noch anspruchsvollere Stücke spielen lassen müssen", scherzte er.

Das Konzert stand unter dem Motto "Musikkapelle Strauß - Für ein berauschendes Neujahrsfest". Und ein besseres Motto hätte man für den Start in ein neues Jahr gar nicht auswählen können. Zu hören waren Stücke der gesamten Familie Strauß. "Einen beschwingten Start ins neue Jahr im Dreiviertel-Takt", versprach Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr nach seinen Wünschen für das neue Jahr. Und er sollte Recht behalten. Stücke wie die "Bahn-Frei-Polka", die Ouvertüre aus dem "Zigeunerbaron", der "Aquarellen Walzer" oder das "Lied der Adele" aus der "Fledermaus" erklangen.

Jede Menge Informationen rund um die Familie Strauß

Gerard Oskamp verstand es, das Konzertprogramm mit lockeren Sprüchen und jede Menge Informationen rund um die Mitglieder der Familie Strauß zu umrahmen. Kaum einer im Saal hatte bis dato gewusst, dass Johann Strauß, Sohn von Josef Strauß, eigentlich Erfinder einer Kehrmaschine war, und nur vorübergehend als Komponist tätig werden wollte. Doch nach seinen Walzern "Die Ersten und Letzten" und "Die Ersten nach den Letzten" komponierte auch er an die 300 weitere Stücke. Dem Publikum gefiel es sichtbar und hörbar. Immer wieder standen die Besucher auf, Jubelrufe schallten durch die Aula, und der Applaus wollte kaum enden.

Dem ganzen Konzert setzte Yoora Lee-Hoff ein besonderes Sahnehäubchen auf. Die Sopranistin begeisterte mit ihrem Gesang und sorgte für Gänsehaut-Momente. Auch nach dem Konzert hörte man von den Besuchern nur Positives.

   

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