Viel Platz, viel Licht und hohe Energieeffizienz - mit diesen Schlagwörtern können die Entwürfe zum Kita-Neubau in Güsten beschrieben werden. Planer Ulrich Kirchner verrät Details zu dem geförderten Großprojekt.

Güsten l Das Gebäude fällt in den Entwürfen als großer, quadratischer Kubus auf. "Diese Form ist am besten zur Steigerung der Energieeffizienz", erklärt Planer Ulrich Kirchner vom Planungsbüro Kirchner + Przyborowski aus Burg. Je "würfelartiger" der Bau, desto besser hält sich die Wärme im Gebäude.

In einem schlichten Stil ist auch die äußere Gestaltung gehalten: große Fenster, dazu braune und rote Flächen, die Farbakzente setzen. Eingänge und Fenster sind außerdem in Grün und Blau hervorgehoben.

Das Erdgeschoss des Gebäudes soll Ort des Gemeinschaftslebens in der Kita werden: "Im Zentrum des Erdgeschosses soll eine Art Atrium entstehen. Hier haben wir ein Fenster im Dach, das Licht fällt von oben herein", sagt Kirchner.

Atrium mit viel Platz und Sitzreihen

"An den Seiten des Atriums werden Sitzflächen eingerichtet", erklärt Kirchner. Diese Sitzflächen werden über einige Sitzreihen laufen und ähneln einer "Tribüne" in einem Fußballstadion. Das Atrium ist zu den anliegenden Räumen hin erweiterbar, Trennwände können weggeschoben werden.

"Dadurch können hier große Feiern stattfinden. Es besteht genug Platz für ein größeres Publikum, für die Eltern und Großeltern", erklärt Ulrich Kirchner. Das Atrium könnte auch für Sportkurse mit den Kindern genutzt werden.

Viel Licht und eine Galerie im Obergeschoss

Im Untergeschoss sollen auch die Räume der Krippe ihren Platz finden. Im Obergeschoss sind weitere Räume für die Kita-Kinder vorgesehen. Auch hier gilt wieder - Licht, Licht, Licht. Im Flur soll ein großes Fenster angebracht werden. "Auch im Obergeschoss werden wir mit viel Oberlicht arbeiten. Alles soll sehr hell und licht sein", sagt der Planer.

"An einer Seite des Gebäudes wird eine Galerie entstehen, die als Durchgang zu den Gruppenräumen dienen soll", so Kirchner. Die einzelnen Gruppenräume weisen weitere Überraschungen auf: Kleine Treppen führen an den Wänden auf kleine Podeste. Die Kinder können dort hinauf klettern und weiteren Raum zum Spielen "erobern".

Photovoltaikanlage und Wärmespeicher

Zur Energieeffizienz des Baus gehört natürlich auch die Speicherung der Wärme. Neben einer Photovoltaikanlage wird ein Energiespeicherungssystem in den Boden eingebaut. "Die Energie wird im Sommer von der Sonne geholt und im Winter unter den Bodenplatten gespeichert", erklärt Kirchner.

Eine Fußbodenheizung soll wohlige Wärme verströmen. "Mit dieser Methode können 80 bis 85 Prozent der Energie aus der Umwelt geholt werden, nur der Rest wird eingekauft", sagt der Planer. Die Energieeffizienz brachte dem 4-Millionen-Euro-Projekt die Förderung über das Eler-Programm der Europäischen Union mit 2,5 Millionen Euro ein.