Staßfurt (frc) l Für diese Woche ist Schnee angesagt. Zum Thema Schneeschieben und Winterdienst hatten Oberbürgermeister René Zok und der Stadtpflegebetrieb jüngst informiert.

Schneeschieben auf Gehweg: 1,50 Meter reichen aus

"Die Bürger sind in Staßfurt immer sehr fleißig beim Schneeschieben, manchmal auch zu fleißig", sagt René Zok. Beim Beräumen der Gewehwege muss nicht der ganze Bereich freigeschippt werden, sagt er. "Gehwege sind nur auf einer Breite von 1,50 Meter von Schnee freizuhalten." Daher müssen nur jene Fußwege, die 1,50 Meter breit sind, komplett geräumt werden. Bei breiteren Gehwegen könne ein "Durchgang" geschaffen werden. "Die Vorgabe von 1,50 Meter ist mit dem Ordnungsamt abgesprochen", so Zok. Es werde also niemand Probleme bekommen, der "nur" 1,50 Meter und nicht den ganzen Gehweg freigemacht hat.

Dabei mahnte Zok wie jeden Winter an, den Schnee nicht auf die Straße zu schieben. Vorbeifahrende Fahrzeuge befördern den Schnee nur wieder zurück auf den Fußweg - die ganz Arbeit sei dann umsonst. "Stattdessen sollte der Schnee auf den Rasen des Grundstücks geschoben werden, dort kann er abtauen", so Zok.

Auch der Winterdienst steht in den Startlöchern, erklärt Brigitte Hirschfeld, Leiterin des Stadtpflegebetriebs. "Die Technik ist geschmiert, das Salz steht schon bereit. Wir haben 40 Tonnen im Lager", sagt sie. Setzt der strenge Winter ein, werden alle 42 Mitarbeiter der Grünflächenpflege für den Winterdienst eingesetzt, erklärt Hirschfeld.

Winterdienst: "In allen Ortsteilen gleicher Standard"

Es wird in zwei oder zweieinhalb Schichten gearbeitet. Drei bis vier Mitarbeiter seien bei Schneefall mit den Räumfahrzeugen auf den Straßen unterwegs. Alle weiteren kümmern sich mit Schiebern und Streugeräten um Bushaltestellen, Fußgängerüberwege und Zufahrten zu wichtigen öffentlichen Einrichtungen.

Der Winterdienst beginnt für den Stadtpflegebetrieb um 2 Uhr in der Nacht. Nach Prioritäten werden die Straßen abgefahren. Stark befahrene Straßen haben vor Nebenstraßen immer den Vorrang. "In allen Ortsteilen soll aber der gleiche Standard herrschen", sagt Hirschfeld. Neben den kommunalen Straßen sind für den Winterdienst auch die Zuwegungen zu öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Altersheimen von höchster Priorität.

Bei Problemen, wenn Kapazitäten fehlen oder der Schnee nicht mehr beherrschbar ist, "können wir nicht mehr alles machen", sagt Hirschfeld. Dann müssten die Nebenstraßen vernachlässigt werden.

Der Stadtpflegebetrieb ist für 34 Kilometer Gehweg und 95 Klometer Fahrbahn verantwortlich.