Ein Wohnungsbrand hat in der Nacht zu Sonnabend in einer Wohnung in der Staßfurter Steinstraße gewütet. Der Mieter hatte Glück im Unglück: Ihm ist nichts passiert.

Staßfurt l "Ich wache mitten in der Nacht auf und schaue aus dem Fenster zum Nachbarn: Da schlugen hohe Flammen heraus", erzählt Regina Faethe. "Ich habe mich richtig erschrocken. Meine Nachbarin hat gleich die Koffer gepackt", sagt sie. "Die Steinstraße stand voller Feuerwehrautos. Das ganze Haus hat gequalmt."

"Als der Mieter mit dem Feuerlöscher kam, stand die komplette Einrichtung schon in Flammen."

Sie ist die Nachbarin des Mannes, dessen Wohnung in der Nacht zu Sonnabend gebrannt hatte. Der Mann hatte Glück im Unglück: Ihm ist nichts passiert. Polizeikommissar Frank Förster erklärt: "Der Mieter hatte versucht, ein Kaminfeuer mit Brandgel zu entzünden." Dabei ging wohl ein Funke daneben. "Er wollte den Brand noch selbst mit dem Feuerlöscher löschen. Aber als er diesen geholt hatte und zurück in die Stube kam, stand schon die ganze Einrichtung in Flammen", sagt der Polizist.

Der Mieter rief selbst die Feuerwehr. "Die Alarmierung ging bei uns 1.54 Uhr am Sonnabendmorgen ein", sagt Einsatzleiter Maik Singer von der Staßfurter Feuerwehr. Binnen weniger Minuten waren die Löschzüge aus Staßfurt und aus Neundorf zusammengestellt. Vier Fahrzeuge mit 17 Kameraden aus Staßfurt und zwei Fahrzeuge mit neun Kameraden aus Neundorf waren vor Ort.

"Das Feuer brannte in voller Ausdehnung im ersten Obergeschoss."

"Als wir eintrafen, stand der Bewohner schon auf der Straße. Das Feuer brannte in voller Ausdehnung im ersten Obergeschoss. Die Rauchentwicklung war sehr stark", sagt Maik Singer. Glücklicherweise konnten die Kameraden den Brand schnell unter Kontrolle bringen. "Nachdem wir die Lage erkundet hatten, schickten wir einen Angriffstrupp hinein und konnten das Feuer löschen. Dann haben wir dafür gesorgt, dass der Rauch im Haus abzieht, haben Hausmeister und Vermieter ausfindig gemacht und konnten den Bewohner dem Rettungsdienst übergeben", erklärt der Einsatzleiter das Vorgehen.

Der Brand muss für die Beteiligten sehr dramatisch gewesen sein, vermutet Maik Singer. "Da ist schon ein grober Schaden für die Betroffenen entstanden." Von der Einrichtung ist so gut wie nichts mehr übrig.

"Da ist ein grober Schaden für die Betroffenen entstanden."

Der Mieter ist nach Volksstimme-Informationen anderweitig untergekommen. Am Sonnabend waren Vermieter und Verwalter zu einer Begutachtung des Schadens vor Ort. Der Rauch hat das ganze Treppenhaus in Mitleidenschaft gezogen, Treppen und Wohnungstüren waren schwarz. Noch heute sind Rußspuren am Fenster zu sehen.

Die Wohnung ist jetzt versiegelt. Der Fall wurde der Polizei übergeben. Die Kriminaltechnische Untersuchung war bereits am Sonnabend vor Ort, um die Brandursache endgültig festzustellen.

In der Nacht zu Sonnabend rochen nicht nur die Bewohner der Einkaufsstraße den Brand. Er war im kompletten Zentrum der Altstadt wahrzunehmen.

   

Bilder