Drei Kinder im Alter zwischen 6 und 10 Jahren sind Sonnabend gegen 12 Uhr bei einem Unfall in einer Förderstedter Schulsporthalle leicht verletzt worden. Die Halle befindet sich in der Üllnitzer Straße und gehört der Stadt.

Staßfurt l "Durch den Aufprall eines Fußballs hat sich während des Turniers eine Sprossenwand aus der Ruhestellung gelöst und ist aus einer Höhe von etwa drei Meter unkontrolliert auf eine Bank gestürzt, welche sich darunter befand", teilte der Sprecher des Polizeireviers in Bernburg, Polizeihauptkommissar Fred Stolze, mit.

"Auf der Bank saßen mehrere Kinder. Drei von ihnen im Alter von 6 bis 10 Jahren wurden leicht verletzt. Sie erlitten eine leichte Gehirnerschütterung und Prellungen. Nach einer ersten medizinischen Versorgung durch Rettungskräfte vor Ort wurden die Kinder für eine Nacht zur Beobachtung in das Krankenhaus nach Schönebeck gebracht. Die Eltern wurden verständigt beziehungsweise waren beim Turnier anwesend", fügte Stolze hinzu. "Wir haben keine Rückinformation aus dem Krankenhaus, dass es Komplikationen gegeben hat", merkte er an.

"Nach ersten Informationen bestand keine Lebensgefahr", sagte Oberbürgermeister René Zok (parteilos), der sich sofort nach Bekanntwerden des Unfalls zusammen mit dem Bereitschaftsdienst des Fachdienstes für Sicherheit und Ordnung nach Förderstedt begab, um sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Über diesen Vorfall waren sie von der Leitstelle für Feuerwehr und Rettungswesen des Salzlandkreises in Staßfurt informiert worden. In Förderstedt wurde Zok von den Verantwortlichen vor Ort mitgeteilt, dass sich zur Durchführung des Fußballturniers alle Sportgeräte mit den dafür vorgesehenen technischen Anlagen in Ruhestellung befanden. Das bedeutet im hochgezogenen Zustand. "Die elektrische Fernbedienung war ausgeschaltet", so der Oberbürgermeister.

"Ich bin froh darüber, dass nicht noch Schlimmeres passiert ist."

Staßfurts Oberbürgermeister René Zok

Der Veranstalter des Sportwettkampfes habe umgehend reagiert und alle nicht spielenden Kinder aus dem Innenraum der Halle auf die Zuschauerbänke verwiesen.

Zok: "Ein weiterer Aufenthalt unter den anderen Sportgeräten wurde untersagt."

Die zwischenzeitlich eingetroffene Polizei hatte sofort die Ermittlungen aufgenommen und informierte den Oberbürgermeister und den Bereitschaftsdienst der Stadt über die vorgefundene Situation.

Oberbürgermeister Zok äußerte sich am Abend bestürzt über die Situation. "Ich bin froh darüber, dass nicht noch Schlimmeres passiert ist", sagte er der Volksstimme.

Auf den ersten Blick konnten nach seiner Einschätzung keine Schäden an der Halterung der Sprossenwand festgestellt werden. Dennoch hat der Oberbürgermeister angewiesen, die in dieser Anfang der 1990er Jahre erbauten Halle installierten technischen Anlagen der Sportgeräte einer Überprüfung zu unterziehen. "Sollte das kurzfristig nicht möglich sein, wird die Halle bis auf Weiteres gesperrt. Weitere Schritte, auch in Bezug auf die anderen Sportstätten, werden am Montag festgelegt", kündigte das Stadtoberhaupt an.

Da die Daten der durch den Unfall verletzten Kinder aus Datenschutzgründen der Stadtverwaltung nicht zur Verfügung gestellt worden sind, bittet Zok die betreffenden Eltern dieser Kinder, sich per Telefon (03925) 98 12 01 in seinem Büro im Staßfurter Rathaus zu melden.

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