Die Stadt Staßfurt hat trotz ihrer angespannten Haushaltslage auch im vergangenen Jahr wieder viel Geld in die Ortsfeuerwehren gesteckt. Das machte Stadtwehrleiter Olaf Simon in den Jahreshauptversammlungen deutlich.

Staßfurt l "Im vergangenen Jahr wurde die elektrische Anlage im Gerätehaus in Rathmannsdorf einer Neuinstandsetzung unterzogen. Und im Gerätehaus in Hohenerxleben wurde die Kellerdecke gesichert. Diese Baumaßnahmen waren mit erheblichen finanziellen Kosten verbunden", sagte der Stadtwehrleiter.

Zudem seien vom Stadtrat auch die Ersatzbeschaffung zweier Tagkraftspritzen für die Ortswehren in Atzendorf und Brumby, welche nicht mehr repariert werden konnten, als "überplanmäßige Ausgaben" bewilligt worden.

Das wertete Simon ebenso als Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit der Feuerwehr-Kameraden wie die vom Stadtrat beschlossene Aufwandsentschädigung für die Kinder-, Geräte- und Atemschutzgerätewarte, die dieser Personenkreis in diesem Jahr erstmals erhalten wird.

Auch auf dem Gelände des künftigen neuen Feuerwehrhauses der Ortswehren Förderstedt/Üllnitz/Glöthe sind erste Maßnahmen zur Beräumung eingeleitet worden.

"Ich finde es gut, dass die drei Ortswehren bereits die Dienste ihrer Standortausbildung zusammengelegt haben. Auch gemeinsame Veranstaltungen sowie die Arbeit in der Kinder- und Jugendfeuerwehr werden zusammen organisiert."

Simon: "Ich finde es gut, dass die drei Ortswehren bereits die Dienste ihrer Standort-ausbildung zusammengelegt haben. Auch gemeinsame Veranstaltungen sowie die Arbeit in der Kinder- und Jugendfeuerwehr werden zusammen organisiert."

Der Stadtwehrleiter verwies darauf, dass die Alarmierungsordnung für die drei Ortswehren geändert und der zukünftigen Ausrückeordnung angepasst wurde.

Positiv bewertete Simon, dass vom Land die Fördermittel für die benötigten Fahrzeuge - ein Hilfeleistungslöschfahrzeug- und ein Mannschaftstransportfahrzeug - genehmigt wurden. Der erforderliche Eigenanteil der Stadt sei durch eine sogenannte Verpflichtungsermächtigung in den Haushaltsplanentwurf eingestellt wurden, so dass die Beschaffung für die Feuerwehren realisiert werden könne.

"Das Hilfeleistungslöschfahrzeug soll den drei fusionierenden Feuerwehren Förderstedt, Üllnitz und Glöthe zur Verfügung gestellt werden. Und das Mannschaftstransportfahrzeug ist für die Ortswehr in Neundorf vorgesehen. Beide Einsatzfahrzeuge sind im Aufstellungserlass des Land-kreises integriert und werden in Katastrophenfällen vom Landkreis abgefordert und eingesetzt", informierte Simon.

Lobende Worte fand er auch für die Einführung der Digitalfunktechnik. Die noch fehlenden Geräte seien im vergangenen Jahr beschafft worden und bräuchten nur noch programmiert werden, teilte Simon mit. Die Ausbildung der Sprechfunker mit dem erforderlichen Fortbildungslehrgang Digitalfunk-Stufe 1 habe im Jahr 2013 begonnen. Simon hofft, dass bis Ende April, Anfang Mai dieses Jahres alle 199 Sprechfunker der Staßfurter Feuerwehren diesen Lehrgang absolviert haben, um dann komplett auf Digitalfunk umsteigen zu können.

Als unfassbar bezeichnete der Stadtwehrleiter den Einbruch in das Gerätehaus in Atzendorf. "Hier werden ehrenamtliche Helfer zu Opfern. Für mich ist das unverständlich", monierte Simon.

Diese Tat ist für ihn genau so unverständlich wie die Ende des vergangenen Jahres von der Landesfeuerwehrschule in Heyrothsberge getroffene Entscheidung, einen Gruppenführerlehrgang ersatzlos zu streichen. Denn gerade für diese Fortbildungsmaßnahme seien zwei Kameraden angemeldet worden. "Meine Bitte an die Verantwortlichen im Landkreis, diesen Umstand bei der Vergabe der quotierten Lehrgänge für das Jahr 2014 zu berücksichtigen, wurde leider nicht entsprochen", bedauerte Simon.

Man habe zwar wieder zwei Gruppenführerplätze für das laufende Jahr erhalten, aber trotzdem werfe das eine Jahr die Staßfurter Kameraden bei der Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplanes, speziell die Qualifizierung von Führungskräften, zurück.

Simon nutzte die Rechenschaftslegung der Ortswehren auch dafür, um sich bei den Frauen und Männern für die hohe Einsatzbereitschaft, insbesondere im Kampf gegen das Hochwasser, zu bedanken. "Wir waren an zirka 90 Einsätzen beteiligt. Es wurden alle zehn Ortswehren eingebunden. Die Neundorfer und Löderburger waren bis zum letzten Tag im Einsatz. Sie hielten die Versorgung der bis zum Schluss eingesetzten Einsatzkräfte und Helfer sowie der Bevölkerung aufrecht", sagte Simon.