Staßfurt (rki) l Auch das vergangene Jahr brachte für die Staßfurter Tierschützer viele Höhen und Tiefen.

"Trotz unserer ständigen Bemühungen, durch Kastration freilebender und zurückgelassener Katzen die Population einzugrenzen, gab es wieder viele Jungtiere, die in Obhut genommen werden mussten", sagte die stellvertretende Vereinsvorsitzende Rosemarie Tischler und fügte hinzu: "Nach der tierärztlichen Versorgung musste bei vielen Katzen erst wieder Zutrauen gewonnen werden, ehe sie vermittelt werden konnten."

"Erschüttert hat uns alle der grausame Tod des rot-weißen Katers aus der Charlottenstraße."

Wie die Tierschützer feststellen mussten, mögen viele Menschen keine schwarzen Katzen oder Kater. Deshalb sind auch noch einige schwarze Kater vom Mai beziehungsweise Juni des vergangenen Jahres in der Pension des Vereins zurückgeblieben und warten auf ein liebevolles Zuhause.

Tischler: "Erschüttert hat uns alle der grausame Tod des rot-weißen Katers aus der Charlottenstraße."

Als erfreulich wertete sie, dass es gelungen sei, die Leopoldshaller Friedhofskatze und ihre letzten Kinder zu kastrieren.

"Sehr seltsam war eine Anzeige beim Tierschutzverein Magdeburg, wonach wir zirka 30 Hunde und viele Katzen beherbergen sollen. In diesem Zusammenhang möchten wir klarstellen, dass wir für unsere 30 Katzen eine amtstierärztliche Genehmigung haben. An Hunden haben wir zur Zeit nur einen Privathund von Rosemarie Tischler als Wachhund", so der Verein. Dass die Mitglieder für die Tiere sehr viel arbeiten müssen und auch wollen, sei unbestreitbar. "Bei uns kommt keine Katze zu kurz. Nicht nur unsere Arbeit hilft den Tieren, sondern auch die ständige Unterstützung durch viele Tierfreunde, deren Hilfe wir besonders vor Weihnachten wieder zu spüren bekamen. Dafür möchten wir allen herzlichst danken", sagte Tischler.

Enttäuscht waren sie und ihre Mitstreiter nach der Eröffnung der privaten Tierpension in der Calbeschen Straße in Staßfurt, "da wir von dort auch demnächst keine Entlastung erwarten können", so Tischler.

Sie nutzte die Möglichkeit, um eine Lanze für ein besonders liebes weißes Kätzchen zu brechen. "Es braucht ein Zuhause für sich allein, da es mit anderen Katzen nichts im Sinn hat. Auch eine reine Wohnungshaltung wäre möglich. Im Umgang mit Menschen ist es ganz lieb und zutraulich", sagte Tischler und fragt die Katzenfreunde: "Wer erlöst es aus seinem jetzigen kleinen Aufenthaltsraum in der Rosmarinstraße in Staßfurt?"

Die Katze, die der Tierschutzverein kürzlich über die Volksstimme vermittelt hatte, hat ein schönes neues Zuhause gefunden, sagte Sieglinde Perrin.

"Nun hoffen wir, dass eine weitere Katze ebenso ein großes Glück hat. Seit einigen Tagen haben wir eine Miez, die seit zwei Wochen in StaßfurtNord umherlief, bis sie dann von mitleidigen Tierfreunden zu uns gebracht wurde. Es ist eine liebe, sehr verschmuste graue Katze mit weißen Füßchen und weißer Brust. Sie ist stubenrein, kastriert und sucht dringend ein neues Zuhause."

Wer das Tier bei sich aufnehmen kann, wird gebeten, sich bei Rosemarie Tischler unter Tel. (03 925) 625 581 zu melden.

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