Im vergangenen Jahr hatte sich die Kreisstraße 1301 in Tarthun gesenkt. Der Zustand der Straße ist schlecht. Daher hatte der Bürgermeister in diesem Jahr mit einem Ausbau gerechnet. Doch 2014 ist das nicht vorgesehen.

Tarthun l Peter Fries, Bürgermeister der Gemeinde Bördeaue, ist sauer. Laut internen Kenntnissen wird die Kreisstraße 1301, die durch den Ort Tarthun verläuft, in diesem Jahr nicht saniert. Und dabei hätte sie es bitter nötig.

Rückblick: Im März des vergangenen Jahres hatte sich ein rund 70 Zentimeter tiefes und zirka 60 Zentimeter großes Loch in der Fahrbahn der Kreisstraße gebildet. Die Straße war im Anbindungsbereich Franz-Mehring-Straße an dieser Stelle drastisch abgesackt.

Für Peter Fries stand die Ursache für das große Loch fest. "Für mich ist eindeutig ein nicht durchgehender Riss in der Fahrbahndecke Ursache für die abgesackte Straße. Das hat zu Unterspülungen geführt", erklärte der Bürgermeister vor gut einem Jahr. Für ihn war klar, der schlechte Zustand Schuld an der Misere.

Der Landkreis teilte damals auf Nachfrage mit: "... unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten des Landkreises dient eine Prioritätenliste als Grundlage für die Einordnung in ein mögliches Förderprogramm 2014".

Nur Planungsleistungen im laufenden Jahr

Peter Fries machte sich Hoffnung, dass nun im Jahr 2014 zumindest ein Teil der Straße grundhaft ausgebaut wird.

"Ich habe erfahren, dass lediglich Planungsleistungen für den Ausbau der Kreisstraße im Haushaltsentwurf des Kreises für das laufende Jahr stehen. Ich ärgere mich sehr darüber, dass die Maßnahme nun schon mehrmals verschoben wurde", erklärt Peter Fries gegenüber der Volksstimme.

Ralf Felgenträger, Betriebsleiter Kreiswirtschaftsbetrieb des Salzlandkreises, teilt der Volksstimme auf Nachfrage mit: "Entsprechend dem Beschluss des Kreistages über die Prioritätenliste von Straßenbaumaßnahmen an Kreisstraßen ist die Maßnahme Tar- thun im Mehrjahresprogramm 2015/2016 vorgesehen. Die Planungen dazu werden 2014 vorgenommen, um bei einer entsprechenden finanziellen Mittelbewilligung dann das Projekt umzusetzen."

Wieder geht ein Jahr ins Land, und das sorgt beim Bürgermeister für Kopfschütteln. "Hier geht eindeutig Gefahrenpotenzial von der Straße aus. Die Gefahren lauern unter der Fahrbahn in Form von Rissen und Hohlräumen. Das nächste Loch lässt nicht mehr lange auf sich warten", macht der Bürgermeister Peter Fries seinen Unmut deutlich.