Ein Dutzend Kandidaten, fast 50 Prozent aller Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung anwesend. Die Wahl eines neuen Vorstands für den Gewerbeverein Staßfurt stand unter einem guten Stern.

Staßfurt l "So viele waren wir lange nicht", fand Vereinsvorsitzender Ronald Teßmer angesichts der großen Resonanz im Landhaus. Einer fehlte allerdings. Deshalb bat Versammlungsleiter Jens Pflugmacher die Anwesenden um eine Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen Klaus-Dieter Pusch.

In seinem Bericht dankte der Vorsitzende schließlich allen Mitgliedern, die sich besonders aktiv in das Vereinsleben und die Höhepunkte 2013 eingebracht haben. Dazu gehörten neun Vorstandssitzungen, sechs Stammtische und zwei Mitgliederversammlungen. Teßmer bedauerte, dass nicht alle Gewerbetreibenden die Möglichkeit nutzten, ihre Gedanken einzubringen und so mitzubestimmen, wie sich Verein und auch bestimmte Themen in Staßfurt entwickeln. Er nannte unter anderem Ordnung und Sauberkeit, Neuansiedlungen, Ausbildungsmesse, Tourismus und Imageverbesserung der Stadt.

Erstmals blickt der Verein auf eine Blumenkübel-Pflanzaktion in der Steinstraße und Hohenerxlebener Straße. Als Veranstaltungs-Höhepunkte hob der Vorsitzende die Haus-, Garten- und Freizeitmesse hervor, das Salzlandfest, den Tag der Regionen, Staßfurt in Flammen und den Weihnachtsmarkt. Auch wenn man nicht immer federführend war, so habe sich der Verein doch eingebracht. "Absoluter Höhepunkt war unser 9. Flammenfest mit einigen Tausend Besuchern. Das ist zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender der Stadt geworden." Der Zuspruch lasse sich nicht nur an den Besucherzahlen messen, sondern auch an der Atmosphäre und der wachsenden Zahl auswärtiger Händler."

Zum Weihnachtsmarkt musste Teßmer auch einige Kritiken loswerden, wonach die Straßensperrung viel zu früh erfolgte und die Straßenreinigung nur ungenügend. "Trotz sechs weiterer Märkte um diese Zeit haben die angrenzenden Geschäfte der Steinstraße auch profitiert", resümierte der Berichterstatter. Umso unverständlicher sei es, dass sich einige Inhaber dem Standgeld verweigerten.

Teßmer dankte allen Gewerbetreibenden, die die Wunschbaum-Aktion zu Gunsten sozial benachteiligter Kinder im Real unterstützten.

Als positiv hob er hervor, dass die Interessengemeinschaft Alt-Staßfurt Ende 2013 zum Gewerbeverein fand. Man habe nun 77 Mitglieder, könnte aber noch stärker sein mit noch mehr Mitgliedern.

Zum 1. Kirschblütenfest am 1. Mai erläuterte der Vereinsvorsitzende, dass man sich mit den Organisatoren des einstigen Altstadtfestes auf Grund der bisherigen Teilnehmerentwicklung und der Bodebrückensperrung einig gewesen sei, besser den Stadtsee als Standort für das Frühlingsfest zu nutzen. Die Besucher erwarte ein unterhaltsames Familienprogramm. Jedem Gewerbetreibenden biete das Gelände um den Stadtsee ein großartiges Betätigungsfeld. Zudem sei er überzeugt, dass sich die Stadt angesichts des "schrecklichen Zustands, in dem sich der Stadtsee momentan befindet, nicht blamieren wird".

Ines Hocke gab einen Kassenbericht, der keine Beanstandung fand. Der Kassenstand des Vereins beträgt aktuell rund 900 Euro.

Vorstand und Kassenwart wurden entlastet. Der neue Vorstand wurde gewählt (siehe Infokasten).

In der Diskussion regte Hans-Jürgen Streuer noch an, mit der Stadt gemeinsam einen neuen Flyer zu entwickeln und zu verteilen, um die vielen kulturellen, gastronomischen und anderen Angebote, die das zentral in Deutschland gelegene Staßfurt hat, an den Mann zu bringen. Dazu warb er um die Bereitschaft der Gewerbetreibenden, diesen Flyer möglichst mit Briefen oder Päckchen an ihre Kundschaft zu versenden.

Die Bereitschaft fand Streuer grundsätzlich. Axel Quednow und Ines Hocke bestanden aber darauf, dass der Verein Einfluss auf die Erarbeitung des Werbematerials nehmen könne und auch eigene Mitglieder bei Erstellung und Druck einbezogen würden.