Die Kirche mit Kinderaugen sehen: In Hecklingen haben Grundschüler das Gotteshaus ihrer Heimatstadt gezeichnet und daher auch besichtigt. Ein geschichtlicher Rundgang mit dem Pfarrer war lehrreich und spaßig zugleich. Das begeisterte die Zweitklässler.

Hecklingen l 25 Mädchen und Jungen der Grundschule Hecklingen tragen imaginäre Kerzen. Im Gänsemarsch schreiten sie hinter Pfarrer Manfred Roos hinterher. Sie feiern den Einzug in die Basilika und stellen sich dabei vor, wie diese Zeremonie vor vielen hundert Jahren mit Weihrauch und Lichtern vom Priester und seiner Gemeinde praktiziert wurde. Das Gotteshaus interessiert die Schüler.

Anlass dazu gibt ein Projekt aus dem Zeichenunterricht. Die Schüler malten die Kirche. In vielen verschiedenen Blautönen wurden die Formen herausgearbeitet. Mit hellen und wieder dunkleren Mischungen gestalteten die Kleinen das Gebäude, so wie sie es sehen. Und weil sie das an der "Straße der Romanik" gelegene Bauwerk quasi direkt vor der Nase haben - die Schule befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite - lag eine Besichtigung nahe.

Dazu brachten sie schon fertige Arbeiten mit und rannten bei Pfarrer Manfred Roos damit offene Türen ein. "Er hat uns vorgeschlagen, die Bilder in der Kirche auszustellen", berichtet Klassenlehrerin Christiane Freund von der Idee, die allen prima gefällt. Sobald die letzten Werke vollendet sind, sollen alle zusammen als Leihgabe zur Kirche gehen. Mit dem Gotteshaus sind die Kinder jetzt auch von Innen bestens vertraut. Der Rundgang mit dem Pfarrer machte es möglich. "Er ist dabei ganz toll auf die Kinder eingegangen", berichtet Christiane Freund mit Begeisterung davon, dass der Besuch dank der vielen lehrreichen und lustigen Beispiele, die Manfred Roos mit einfachen Worten für die Schüler bestens verständlich und spaßig zugleich anbrachte, ein Erlebnis war. "Die Schüler werden sicher noch lang von der Kirche berichten", freut sich die Pädagogin, dass der Besuch dank der besonderen Führung bei den Kleinen so super ankam.