In Groß Börnecke haben sich Unternehmer zusammengeschlossen, um Vereinen im Dorf mit vereinten Kräften unter die Arme zu greifen. Sie gründeten einen Stammtisch, der den Ehrenamtlichen Finanzspritzen ermöglicht.

Groß Börnecke l Probleme, mit denen gerade kleine Vereine in Dörfern nicht selten zu kämpfen haben, sind hinlänglich bekannt: Finanzsorgen machen vielen Ehrenamtlichen zu schaffen. In Groß Börnecke können die Mitglieder jetzt neue Hoffnung schöpfen.

Anlass dazu gibt eine Initiativ von Unternehmern. Die Idee dazu hatte Firmenchef Kay Unger. In den zurückliegenden Jahren unterstützte sein Geschäft schon viele Feste im Dorf. Daher weiß der Groß Börnecker, wie wichtig diese Hilfe für die Vereine ist. Daraus entstand die Idee, weitere Gewerbetreibende an einen Tisch zu holen, um gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.

Im Prinzip, so Unger, habe er das Pferd von hinten aufgezäumt. Denn sonst seien es die Vereine, die "Klinken putzen" gehen müssten, um Sponsoren für Aktionen an Land zu ziehen. Ihnen seien aber viele Firmen, die infrage kommen, nicht immer bekannt.

In Groß Börnecke ist das mit dem Unternehmerkreis jetzt anders. Ihm gehören fast 90 Prozent der Selbstständigen des Dorfes an. "Straße für Straße wurde nach Unternehmern durchforstet, Adressen notiert und die ersten Einladungen zum Unternehmertreffen persönlich ausgetragen", berichtet Unger, wie es ihm gelang, alle Gewerbetreibenden ausfindig zu machen. Und die Resonanz war erfreulich, erzählt er, dass 20 Unternehmer der Einladung zum ersten Stammtisch folgten. Neun weitere hatten gleichfalls Interesse zugesagt. Mittlerweile sind weitere Mitwirkende aufgesprungen. Alles in allem sind jetzt 54 Unternehmer dabei. Sie haben einen Rat gegründet.

"(Vereine) haben (im März) die Möglichkeit, sich dem Rat vorzustellen."

Wie aber sieht dessen Unterstützung für die Vereine konkret aus? Dazu Unger: "So verpflichtet sich jeder Unternehmer, einen jährlichen Unkostenbeitrag zu leisten. Dieser Beitrag soll dann stets einem guten Zweck zu Gute kommen."

In diesem Monat wollen sich die Helfer ein weiteres Mal treffen, dann sollen auch Vertreter aller Vereine des Dorfes eingeladen werden.

"Sie haben dann die Möglichkeit, sich dem Rat vorzustellen." Sie können Aktionen präsentieren, für die sie im laufenden Jahr finanzielle Unterstützung benötigen würden und der Rat entscheidet dann darüber, wohin das Geld fließt.

Unger erklärt, dass Nachhaltigkeit und der gemeinschaftliche Nutzen entscheidende Kriterien bei der Mittelvergabe sind. Vor allem die Kinder- und Jugendarbeit liegt den Unterstützern am Herzen, erklärt er, dass aber auch Senioren nicht zu kurz kommen sollen.

Kay Unger möchte sich auf diesem Wege auch bei allen Unternehmern bedanken, die im Kreis aktiv sind. Er hofft auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Vereine und Firmen erreichen den Initiator der Maßnahme für weitere Informationen auch unter info@fahrer-und-logistikservice.com.