Dass die Feuerwehr mehr als ein Helfer in der Not ist, wurde bei der Jahreshauptversammlung der Wehr aus Tarthun deutlich. Neben 22 Einsätzen organisierten die Kameraden verschiedene Veranstaltungen und unterstützten unterschiedliche Feste.

Tarthun l 22 Mal schrillte im vergangenen Jahr der Pieper der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Tarthun. 22 Mal rückten die Kameraden aus. Die Einsätze reichten vom Wohungsbrand in Wolmirsleben, dem Brand einer landwirtschaftlich genutzten Halle in Egeln, Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person oder der Brand eines Müllcontainers. Nicht zu vergessen, die zahlreichen Einsätze der Kameraden in den vom Hochwasser betroffenen Gemeinden. Einen ausführlichen Überblick über alle Einsätze gab Michael Kieler, Wehrleiter der Feuerwehr Tarthun, bei der Jahreshauptversammlung der Wehr am vergangenen Wochenende. "Ich möchte an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, um euch für eure Hilfe zu danken. Im Katastrophenfall haben wir gut miteinander und mit anderen zusammen gearbeitet und unser Bestes gegeben. Gemeinsam haben wir geholfen, das Leben von Mensch und Tier, sowie Häuser und Besitztümer zu retten. Ich bin stolz auf euch und unsere Wehr", erklärte der Wehrleiter zu den zahlreichen Einsätzen gegen die Wassermassen.

Einsätze, Ausbildung und Veranstaltungen

Doch eine fachlich kompetente und erfolgreiche Hilfe ist nicht ohne die entsprechende Ausbildung möglich. Daher ist auch bei den Kameraden in Tarthun die ständige Weiterbildung und Qualifizierung auf Standort-, Kreis- und Landesebene notwendig. Neben der 14-tägigen Standortausbildung in der Wehr wurden von den Tarthuner Einsatzkräften noch insgesamt 38 Lehrgänge absolviert und erfolgreich abgeschlossen.

Die Kameraden aus der Bördeaue haben sich aber nicht nur bei Einsätzen und Lehrgängen engagiert. Sie beteiligten sich an vielen Ereignissen in Tarthun und organisierten eigene Veranstaltungen. "Aber es gab auch Arbeiten, die nicht gleich sichtbar sind. So wurde in vielen Stunden unsere Küche von Grund auf renoviert. Parallel dazu wurde viel Energie und Zeit in den Ausbau des Jugendraumes investiert", lobte Michael Kieler den Einsatz der Kameraden auch außerhalb der eigentlichen Arbeit der Wehr.

Nicht nur die erwachsenen Feuerwehrkameraden haben im vergangenen Jahr viel erlebt. Auch die Kinder- und Jugendfeuerwehr aus Tarthun war fleißig und hat viel geübt. "Aktuell haben wir acht Mitglieder in unserer Kinderfeuerwehr und acht Mitglieder in unserer Jugendfeuerwehr", gab Wehrleiter Kieler einen Überblick. 2013 gab es in der Nachwuchsabteilung verschiedene Höhepunkte. So packte die Jugend bei dem Ausbau des Jugendraums mit an, fuhren nach Hannover oder Magdeburg. Das beste Erlebnis war jedoch der gemeinsame Berufsfeuerwehrtag mit der Feuerwehr Wolmirsleben.

Lobende Worte der Bürgermeister

"Um alle Abreiten zu bewältigen, wurden von jedem einzelnen von uns viele Stunden Freizeit geopfert und dafür möchte ich mich im Namen der Wehrleitung bei euch bedanken. Großer Dank gebührt auch euren Familien, die auf euch verzichten mussten, wenn ihr zum Brand- oder Hilfeleistungseinsatz, Dienstabend oder Arbeitseinsatz bei der Feuerwehr seid", so Michael Kieler.

Dankende Worte gab es auch von Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr, Bürgermeister Peter Fries und dem stellvertretenden Verbandsgemeindewehrleiter Steffen Malucha. "Was die Kameraden leisten, nicht nur bei den Einsätzen, kann man nicht genug wertschätzen", so Bürgermeister Peter Fries.

Während der Jahreshauptversammlung fand auch die Wahl der Wehrleitung statt. Einstimmig schenkten die Kameraden dem Wehrleiter Michael Kieler und dem stellvertretenden Wehrleiter Uwe Purrmann erneut das Vertrauen.

   

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