Egeln (thö) l In der Frage der Zukunft des Egelner Gymnasiums wenden sich die Egelner an den Landtag von Sachsen-Anhalt. Zu ärgerlich ist für die Egelner die jüngste Entscheidung des Landesschulamtes zur Entwicklung des Hauses. Der Kreistag hatte in der Schulentwicklungsplanung beschlossen, das Egelner Gymnasium in den kommenden zehn Jahren als Außenstelle des Staßfurter Gymnasiums fortzuführen.

In der Zustimmung des Schulentwicklungsplanes vom Landesschulamt widersprach die Landesbehörde dem Kreistag in diesem Punkt. Nun gibt es Streit zwischen den Fachleuten, ob das Landesschulamt mit seinem Bescheid überhaupt die Anforderungen an einen Bescheid erfüllt hat. Schließlich verzichtete das Landesschulamt auf eine Begründung der Weisung und auch die Rechtsbehelfsbelehrung.

Nun soll sich der Landtag einschalten, weil es sich beim Landesschulamt um eine Landesbehörde handelt, verlangten die Egelner Stadträte. Inzwischen haben mehr als 500 Einwohner der Verbandsgemeinde das Ansinnen mit ihrer Unterschrift unterstützt. Noch sammeln die Volksvertreter weitere Unterschriften für ihre Landtagspetition.

Mit Wohlwollen nahmen die Volksvertreter am Mittwochabend die Nachricht auf, dass der Kreis gegen den Bescheid des Landesschulamtes vor Gericht ziehen wolle. In der kommenden Woche will Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr die über 500 Unterschriften zur Petition an den Magdeburger Landtag schicken, kündigte er am Mittwochabend im Egelner Rathaus an. Seite 18