Güsten (rki) l Der Verbandsgemeinderat will gegen die von der Kommunalaufsicht des Landkreises verfügte Verlängerung des Einsatz des Landesbediensteten Ingo Kleinwächter um weitere sechs Wochen Rechtsmittel einlegen. Das beschlossen die Räte Donnerstagabend bei einer Enthaltung. Zudem legten sie fest, einen Rechtsanwalt mit der Vertretung ihrer Interessen zu beauftragen. Auf Kritik stieß bei Güstens Bürgermeister Helmut Zander (SPD), dass sich Kleinwächter von den sechs Wochen drei im Urlaub befindet. Zumindest den hätte das Land bezahlen müssen. Gierslebens Bürgermeister Peter Rietsch wunderte sich, dass Kleinwächter Fahrtkosten und Trennungsgeld geltend machen wolle. Das müsse er wie jeder Arbeitnehmer über das Finanzamt abrechnen. "Bekommt er vielleicht sogar noch eine Buschprämie", so Rietsch.

Hans Pfeiffer (SPD) wollte wissen, über welche Legitimation Kleinwächter verfügt, dass er den gewählten Verbandsgemeinde-Bürgermeister Steffen Globig vertreten soll. "Ich habe das Gefühl, wir befinden uns in der Ostukraine", sagte er.