Per Gesetzt sind die Kommunen vom Land aufgefordert, sich um die Unterbringung gefährlich eingestufter Hunde zu kümmern. Für Hecklingen soll die Tierpension von Thomas Rozanski in Gröningen das übernehmen. Ob es dazu kommt, entscheidet der Stadtrat Hecklingen am 8. Februar. Der Hauptausschuss hat schon zugestimmt. Die Mitglieder wurden von der Verwaltung vorher informiert, wann ein Hund als gefährlich eingestuft wird.

Hecklingen. "Das Gesetz unterscheidet zwischen Hunden, deren Gefährlichkeit aufgrund ihrer Rasse vermutet wird, und Hunden, die gefährlich sind, weil sie durch ihr Verhalten auffällig geworden sind." Das sei etwa der Fall, wenn ein Hund jemanden gebissen habe, aggressiv oder angriffslustig sei. Dann müsse der Halter etwa per Wesenstest nachweisen, dass sein Hund sozialverträglich ist, sonst werde der Hund als gefährlich eingestuft und müsse sichergestellt werden, erklärte die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes Marion Strecker.

Stadt müsste zusätzlich 2000 Euro zahlen

Im Zuge der Gefahrenabwehr ist die Verwahrung per Gesetz Aufgabe der Stadt. "Wir können die Hunde aber nicht im Rathaus unterbringen", begründete Bürgermeister Kosche, dass die Sicherstellung der Hundepension Rozanski übertragen werden soll. Denn ein Tierheim gibt es im Altkreis Staßfurt nicht. Mit der Pension hat die Stadt bereits einen Vertrag für die Unterbringung von Fundtieren im Jahr 2004 geschlossen. Mit den gefährlichen Hunden erweitert sich der darin festgeschriebene Leistungsumfang. Zusätzlich müssten für 2011 rund 2000 Euro in den Haushalt der Stadt eingestellt werden.

Dieter Engelhardt (CDU) wollte wissen, ob das Land sich an den Kosten beteiligt. Die Ausgaben werden "teilweise erstattet, aber nicht kostendeckend", informierte Marion Strecker.

Ethel-Maria Muschalle-Höllbach (Wählergemeinschaft Hecklingen) fragte nach, ob seitens der Stadt überprüft wurde, dass die Tiere in Gröningen ordnungsgemäß gehalten werden. "Der Unterkunft konnte 2006 nichts Negatives nachgewiesen werden", so Strecker.