Das Wasser ist nun auch in der Stadt. Felder entlang der Bode sind überflutet, soweit das Auge reicht. Die Situation entspannt sich hier im Gegensatz zu den größeren Flüssen im Salzland nicht.

Staßfurt/Groß Börnecke. Gestern Nachmittag meldete der Messpegel Staßfurt 3,24 Meter. Ein Sprung von sechs Zentimetern zum Vortag.

"In Löderburg und Athensleben erhöhten die Kameraden der FFW Löderburg die Sandsackstege zu den vom Wasser eingeschlossenen Häusern noch einmal", berichtete Susanne Henschke vom Einsatzstab. Auch die Neue Welt und die Bodestraße in Staßfurt behalte man besonders im Blick.

Zu den am meisten gewählten Telefonnummern gehören dieser Tage wohl die automatischen Messpegel-Ansagen für die Bode in Staßfurt (039 25/81 35 64), Hadmersleben (03 94 08/50 58) und Wegeleben (03 94 23/70 41). Aus den Wasserständen eine Entwicklung abzulesen, ist aber schwierig. Zu den Fluten im Flussbett kommt das Wasser, das in Massen von den Äckern rinnt. Das können die Pegelmessstationen nicht registrieren.

Schwer zu schätzen sind auch die Ackerflächen im Bereich der Bode, die gegenwärtig überflutet sind. Besonders stark betroffen sind die Felder um Athensleben. Auch Landwirt Ingbert Schultz aus Groß Börnecke rechnet diesbezüglich mit insgesamt etwa 40 Prozent seiner bewirtschafteten Flächen.

Zu den Überflutungen komme die Staunässe auf Grund der ergiebigen Niederschläge und des hohen Grundwasserstandes. "Da ist schon absehbar, dass man dort nicht viel ernten wird", so der Landwirt gestern. Man könne nur hoffen, dass nicht noch Wechselfröste dazu kämen, die die bereits in Gang gekommene Vegetation zusätzlich schädigen würden.

   

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