Die 1075-Jahrfeier in Unseburg am Wochenende hat gezeigt: Die Menschen können noch feiern. Allerdings nahmen sich die Organisatoren eineinhalb Jahre für die Vorbereitung Zeit.

Unseburg l Zahlreiche Kostümverleiher klapperten die Unseburger zur Vorbereitung ihres Festumzuges ab. Weniger die Qualität der Kostüme war bei der Auswahl des Verleihers entscheidend, als die Kostenfrage. Letztlich fanden sie einen günstigen Anbieter, sagt Bürgermeister Peter Fries.

Der Festumzug als Höhepunkt des Festwochenendes hatte mit seinen rund 330 Mitwirkenden einen ordentlichen Kostümverbrauch. Offenbar mehr Verkleidungen, als zunächst angenommen, brauchten die Organisatoren für die ehrenamtlichen Darsteller. "Dabei kann man nicht nur auf den Euro schauen", sagt der Bürgermeister. Schließlich sei das Ergebnis ausschlaggebend.

Und das habe die Unseburger überzeugt. Als der Bürgermeister am Montag wie gewohnt in seiner Sprechstunde den Bürgern der Gemeinde Rede und Antwort stand, seien viele Einwohner gekommen, um ihm für das schöne Fest zu danken, zeigte er sich überwältigt. "Alle Vereine haben sich in die Vorbereitung eingebracht und das Fest unterstützt", erklärt Peter Fries. Besonders hob er dabei Ronald Steidl und Corinna Wallborn hervor. Diese beiden hätten sich besonders hervorgetan, lobte Peter Fries. Im Festkomitee arbeiteten bis zu 50 Personen mit.

Mit dem Besucherandrang zeigte er sich auch zufrieden. Die Schausteller auf dem Festplatz am Ortsrand schätzen die Besucherzahl am Wochenende auf zwischen 5000 bis 7000, erklärte er weiter. Das sei ganz ordentlich gewesen. Zum Festumzug am Sonntag waren die Straßen voller Menschen, die die mehr als 20 Themenbilder sehen wollten.

Dabei war es für die Lokalpolitik nicht so einfach, die Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Das lag nicht am Willen, sondern am Geld. Für die Finanzierung des Festes musste der Bürgermeister vor allem auf Spendentour gehen. "Ich bin allen Unternehmen sehr dankbar, dass sie unsere Veranstaltung unterstützt haben", sagte er gestern. Einen Teil werde auch die Gemeinde bezahlen, fügte er hinzu. Das könne seiner Meinung nach der Gemeinde auch niemand zum Vorwurf machen. Schließlich gehört die Geschichte eines Ortes unveränderlich zu den Menschen im Ort, betont der Bürgermeister.