Die Heimatstube in Groß Börnecke erfreut sich großer Beliebtheit. Nachdem die Abteilung Chronik vom Kultur- und Heimatverein ihr kleines Museum vor knapp vier Monaten eingeweiht hat, ist das Haus an den offenen Tagen stets gut besucht. Vor allem die Schulgeschichte weckt das Interesse der Gäste. Eine Bildersammlung mit historischen Fotos lässt Erinnerungen wieder wach werden.

Groß Börnecke. In einem Ordner haben die Hobbychronisten bis zu 50 Gruppenbilder früherer Schulklassen des Ortes zusammengetragen. Über die Jahre sind viele verschiedene Ansichten zusammengekommen. Die Bevölkerung hat kräftig mitgeholfen, eigene Alben durchforstet und Originalaufnahmen für eine Kopie zur Verfügung gestellt.

Die Leute sollen miteinander ins Gespräch kommen."

Sogar die Namen der Schüler wurden zum Teil schon in Erfahrung gebracht. Denn im Bildordner hat der Verein unter jedem Foto eine Liste angebracht, wo die Besucher eintragen können, wer ihrer Meinung nach zu sehen ist. "Um auf Nummer sicher zu gehen, darf ein Name aber erst darunter, wenn mindestens drei Personen der selben Meinung sind", erklärt der Leiter der Abteilung Chronik Wolfgang Hoffmann. Ihn und seine Mitstreiter freut es, dass Gespräche über das Gesehene frühere Zeiten wieder aufblühen lassen. "Genau das ist es, was wir mit unserer Arbeit erreichen wollen. Die Leute sollen miteinander ins Gespräch kommen", schildert er, worum es dem Verein geht. Die Heimatstube mit ihren vielen kleinen und großen Raritäten aus Urgroßmutters Zeiten trage entscheidend dazu bei. Je mehr diskutiert werde, desto besser, meint Hoffmann. Gerüchte über Jahreszahlen, Namen und Co. seien der ideale Gesprächsstoff. "Sie sind das Beste, was uns passieren kann. Provozieren und zum Mitmachen animieren", genau das sei es, was die Historie am Leben erhalte, findet er.

Und bisher scheint der Abteilung Chronik dieses Ansinnen mit der neuen Heimatstube schon ganz gut gelungen zu sein. Die Leute kommen. Jeden ersten Sonntag im Monat, wenn die nostalgisch eingerichtete Wohnung, Untere Kirchstraße 1, ihre Türen für interessierte Gäste offen hat, ist das Haus voll. Bisher sei man mit der Resonanz sehr zufrieden. Sogar aus den umliegenden Orten seien Leute angereist, um sich im Museum umzuschauen.

"Wir üben noch, aber es klappt schon ganz gut."

Und dort wird es nicht langweilig. Denn die Exponate wechseln und sollen um weitere Raritäten ergänzt werden. Der Fundus der Abteilung Chronik gibt das her. Und die Sammelleidenschaft der 16 Vereinsmitglieder kennt kein Ende. Denn sie sind für weitere Exponate immer dankbar. Die Einrichtung der Stube befindet sich noch im Aufbau. "Wir üben noch, aber es klappt schon ganz gut", ist der Chronikchef zuversichtlich, dass die Ausstellung weiter wächst und für Heimatfans interessant bliebt.

Wer sich für einen Besuch in der Heimatstube Groß Börnecke interessiert, kann das Haus das nächste Mal am 6. Februar von 14 bis 17 Uhr besichtigen.

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