Staßfurt l Klaus Stephan und andere Anwohner der Weinbergstraße zeigten sich am Donnerstag empört wegen der aktuellen Verkehrssituation am Prinzenberg/Hohlweg. Die Anwohner können zu ihren Häusern in der Weinbergstraße nur über die Pfännerhöhe gelangen, da der Hohlweg gesperrt ist. In der engen Straße können Autofahrer nicht wenden, dazu parken hier etliche Fahrzeuge vor den Häusern.

"In Richtung Hohlweg können die Anwohner ihre Straße auch nicht verlassen", erzählt Klaus Stephan und schimpft: "Es ist unglaublich, was hier passiert. Ich komme nicht aus meiner Straße raus. Soll ich jetzt vier Wochen lang zu Hause bleiben?" Die Bewohner würden einfach "eingesperrt". Er verstehe nicht, wie man sich so etwas ausdenken kann.

Wolfgang Kaufmann, Fachbereichsleiter der Stadt, erklärt, dass gleich Donnerstagvormittag eine Mitarbeiterin der Stadt mit der Polizei vor Ort war, um sich die Situation und eventuelle Probleme anzuschauen. Tatsächlich war die Weinbergstraße quasi zur Sackgasse gemacht worden. Doch in einer Einbahnstraße wenden - das lässt die Straßenverkehrsordnung nunmal nicht zu. Den Fehler behoben die Verkehrstechniker schließlich gestern Mittag. Bei 50 Schildern, die man am Tag zuvor aufgestellt hatte, plus Sperrzäune und Warnbaken, könne das schonmal passieren.

Unterdessen war für Undine Rosenthal die Konsequenz aus der Sperrung des Nordufers, dass sie ihr Geschäft Donnerstag und Freitag zuschloss. Monika Ibsch vom gegenüberliegenden Landhaus hofft derweil, dass sich die Stammgäste dennoch ins Lokal finden, auch wenn es selbst für Einheimische schwer wird, die sich auskennen.

Die Straßenbauer klotzten jedenfalls vom ersten Tag an richtig ran. Die Schwarzdecke im Bereich des Nordufers war gestern bereits aufgenommen und abgefahren. Der Verkehr rollt derweil über die seit dem vergangenen Jahr bestehenden Umleitungen weiter relativ reibungslos. Nur an der Kreuzung Hohen- erxlebener Straße/Salzrinne muss man nun noch mehr Zeit einplanen.

Kaufmann zeigt sich auch etwas verwundert, dass aus der ursprünglich für zwei Wochen angesetzten Vollsperrung nun vier bis fünf Wochen werden sollen. Er sei zudem genauso überrascht worden von der plötzlichen Ankündigung. Optimistisch gehe er aber in die Beratung am Montag, an der auch der Regionalbereichsleiter der Landesstraßenbaubehörde Stefan Hörold als Auftraggeber teilnimmt.

   

Bilder