Ein Gesamt-Notendurchschnitt von 2,3, eine einzelne Traumnote von 1,0, Bundessieger bei Schülerwettbewerben, dazu eine märchenhafte Laudatio auf die "Hexenmeister des Dr.-Frankschen Märchenwaldes" - die feierliche Übergabe der Reifezeugnisse an die Abiturienten des Jahrgangs 2014 war schon sehr gelungen. D0ch ein rauschender Abiball setzte dem Tag die Krone auf.

Staßfurt l "Spieglein, Spieglein an der Wand, wir haben das Abi in der Hand!" schlossen Viktoria Schulz und Kilian Scholla ihren märchenhaften Rückblick auf die Schulzeit am "Dr.-Frankschen Zauberwald". Darin erinnerten sie nochmal an die "Zwerge", die dem "großen weisen Hexenmeister" und seinen Gehilfen trotzten und immer zusammenhielten. Die beiden wünschten auch ihren ehemaligen "Mitzwergen" jenseits des "Zauberwalds", das Leben zu meistern.

Wie lang der Weg und schwer es ist, ein Abitur zu machen, belegten allein folgende Zahlen in der Festrede des Schulleiters. "Wir sind 2006 im 5. Schuljahrgang mit 77 Schülerinnen und Schülern gestartet. Ich erinnere mich an leuchtende Schüleraugen und erwartungsfrohe Eltern. Beim Start in die Gymnasialstufe in Klasse 10 waren es ihrer noch 67 Mädchen und Jungen. Zum Abitur zugelassen wurden 44 Schülerinnen und Schüler. Heute können wir 43 Abiturientinnen und Abiturienten feiern", sagte Steffen Schmidt am Sonnabend im Salzlandtheater.

Er lobte den um zwei Zehntel besseren Gesamtdurchschnitt im Vergleich zum Vorjahr, hob einzelne Leistungen hervor (siehe nebenstehenden Info-Kasten) und zeigte sich stolz über positive Schlagzeilen, die herausragende Erfolge des Dr.-Frank-Gymnasiums widerspiegelten.

Schmidt gratulierte allen Abiturienten zur "Studierfähigkeit", zum höchsten allgemeinbildenden Schulabschluss. Bildung sei aber viel mehr als Wissen. Es gehe um das Begreifen und um das Nutzen aller Erkenntnisse zum eigenständigen Denken und verantwortungsbewussten Handeln. Der Schulleiter bemühte die Auffassung vieler Lerntheoretiker vom Auswendiglernen als Entwicklung des Erinnerungsvermögens. "Man muss aber auch den Mut haben, neue Wege zu gehen." Schule müsse "Lebens- und Erfahrungsraum bieten, in dem sich Kinder akzeptiert fühlen, in dem sie Lebenserfahrungen sammeln können, die sie auf die Schwierigkeiten und Herausforderungen der Gesellschaft vorbereiten". Eine Ganztagsschule biete solche Möglichkeiten. Schmidt verwies noch stolz auf die entstehende Mensa und gab schließlich den Abiturienten mit auf den Weg, dass sie sich "nicht vom Prestige mancher Berufe blenden lassen" oder auch "nicht dem großen Geld hinterher jagen" sollten.

"Lebenslanges Lernen" spiele dabei auch eine Rolle, denn man könne künftig nicht mehr davon ausgehen, einen Beruf ein ganzes Leben lang auszuüben.

Am Abend feierten die Abiturienten schließlich mit ihren Eltern und Freunden einen rauschenden Abschlussball im Salzlandcenter. Der wurde in Schlips und Kragen sowie glamourösen Kleidern mit einem Walzer eröffnet. Das großartige Buffet lud zum Schmausen ein, Abizeitungen machten die Runde.

Nach Studienbeginn lockt spätestens am "dritten Weihnachtsfeiertag" das Ehemaligentreffen zum Wiedersehen.

   

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