Löbnitz l Handgemachte Rockmusik auf der Bodewiese, liebevoll mit Lampions dekorierte Tische unter alten Bäumen, Bier und Bratwurst. Auch das "Rock im Löbnitzer Park" 2014 fand wieder seine Fans. Familie Amme aus Löderburg war schon beim ersten Mal dabei. Das war vor fast zehn Jahren. "Die romantische Atmosphäre ist einfach einmalig", schwärmt Veronika Amme bei der mittlerweile vierten Auflage am Sonnabend. Sie trifft an diesem Abend sogar eine Schulfreundin wieder, die sie sieben Jahre nicht gesehen hatte.

"So ein Open-air im Park hat nicht jeder."

Auch Cindy, Olaf und Kerstin lassen keine dieser Partys aus. "Wir sind aus Förderstedt, aber auch ,Ur-Löbnitzer`, deshalb nehmen wir die Gelegenheit immer gern wahr, mal wieder unser Heimatdorf zu besuchen. So ein Open-air im Park hat außerdem nicht jeder", erklärt Cindy. Die "Ur-Löbnitzer" hatten sogar eine echte Ungarin in ihrer Runde. Krisztina kommt aus Budapest und war nicht weniger begeistert als ihre Freunde: "Schöner Park, schöne Kulisse."

Bei allen bürokratischen Hürden und anderen Mühen, die Ronny Stephan, Wirt vom Löbnitzer Hof und Veranstalter von "Rock im Park", jedes Mal auf sich nimmt. Die relativ gute Resonanz - trotz drohenden Regens - gibt ihm Mut, diese Tradition nicht aufzugeben. Wenn vielleicht auch nicht jedes Jahr - es war immer mal Pause zwischendurch - so ist es doch jedes Mal ein Höhepunkt für das kleine Bodedorf.

"Schade, dass man sich gegenseitig die Leute wegschnappt."

Stephan ist nicht zuletzt deshalb auch ein wenig stolz über die Besucherschar, weil kurzfristig im Nachbardorf Neugattersleben noch ein Heimatfest angesagt worden war. "Schade, dass man sich gegenseitig die Leute wegschnappt auf 500 Meter. Das müsste nicht sein", meint der Wirt.

Die Einwohner des Mini-Dorfs können sich jedenfalls glücklich schätzen, dass sie einen Wirt haben, der mittlerweile fast zehn Jahre die einzige Gaststätte des Ortes führt. Man darf gespannt sein, was er zum Jubiläum im Dezember auf die Beine stellt.

 

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