In Hecklingen hat der Stadtrat Dienstagabend nach den Kommunalwahlen das erste Mal in neuer Besetzung getagt. Das Gremium ist mit drei Fraktionen und zwei Einzelkandidaten aufgestellt. Hierarchien verschieben sich. Die Wählergemeinschaft Hecklingen löst CDU und FDP als stärkste Kraft ab. Deutlich wurde: Die Abgeordneten wollen einen Neuanfang.

Hecklingen l Neun Abgeordnete gehen in der neuen Legislaturperiode für die Wählergemeinschaft Hecklingen an den Start. Das sind Fraktionschefin Ethel-Maria Muschalle-Höllbach mit Christine Kern, Klaus Riederer, Uwe Epperlein, Günter Engler, Tobias Walther, Marina Feldheim, René Lohse sowie Petra Pollnow. Die Fraktion von CDU und FDP wird ab sofort von Randolph Schwabe-Bolze geleitet. Mitglieder sind: Hartmut Wenzel, Elke Atzler, Arthur Taentzler, Günther Hoffmann (alle CDU) sowie Ingrid Engelmann (FDP). Für die Partei Die Linke übernimmt Cochstedts Ortsbürgermeister Wolfgang Weißbart den Fraktionsvorsitz. Manfred Teela und Marek Ludwiczak gehören seinem Lager an. Neu im Stadtrat ist die SPD mit Roger Stöcker vertreten. Ingo-Peter Walde (NPD) ist wieder dabei.

Die neue Stadtratsvorsitzende Christine Kern (siehe Beitrag links) machte in einer kurzen Rede nach ihrer Wahl deutlich, wo sie die Schwerpunkte der künftigen Arbeit sieht. Christine Kern schilderte Erwartungen und Hoffnungen. Dabei stehe der Bürger im Mittelpunkt.

Die Hecklingerin will sich dafür stark machen, geplante Vorhaben in den nächsten fünf Jahren gemeinsam mit den Abgeordneten Hand in Hand umzusetzen. Sicher, sagte sie, angesichts der finanziellen Lage der Stadt, werde das nicht einfach. "Aber: Wir wollen das Mögliche möglich machen." Voraussetzung sei die gute Zusammenarbeit aller Räte mit der Verwaltung als "ehrlichen Partner".

"Wir wollen das Mögliche möglich machen."

Der Vorsitzende der WGH Klaus Riederer sprach von "Der Stunde Null. Wir wollen von vorne anfangen" meinte Riederer, als es darum ging, zu entscheiden, ob die Wahl zum Stadtratsvorsitz geheim durchgeführt werden soll. Der Rat sprach sich gegenseitiges Vertrauen aus und verzichtete bei allen folgenden Wahldurchgängen auf ein geheimes Votum.

So wurde weiterhin festgelegt, wer künftig in vier Ausschüssen, drei Verbandsversammlungen und zwei Beiräten Verantwortung übernimmt (siehe Infokasten).

Hecklingens Bürgermeister Hans-Rüdiger Kosche (CDU) sprach sich ebenfalls für eine gute Gemeinschaft aus: "Ich wünsche mir eine faire und vertrauensvolle Zusammenarbeit."