Schneidlingen l Eine groß angelegte Baumaßnahme wird derzeit an der Schneidlinger Kirche durchgeführt. Statische Mängel sind die Ursache. Mauern müssen begradigt werden, weil die Last der Deckentonne sie verschoben hat.

An der Kirche Sankt Sixti laufen seit knapp vier Wochen umfangreiche Sicherungsmaßnahmen. Sie sind dringend nötig, weil die Kirche große Probleme mit der Statik hat. "Die Deckentonne drückt auf das Mauerwerk", erklärt der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates vom zuständigen Kirchspiel Am Hakel, Jörg Biedermann.

"Die Deckentonne drückt auf das Mauerwerk. ... Die Mauern driften quasi auseinander."

Mit der Last sei das alte Mauerwerk instabil geworden. Es habe sich verschoben. "Die Mauern driften quasi auseinander", so Jörg Biedermann.

Von außen sei das auch daran zu erkennen, dass der Zuganker auf dem Kirchplatz schon aus dem Mauerwerk ragt, verweist Ge- meindekirchenrätin Petra Pollnow auf ein Zeichen für die Mängel.

Um sie zu beheben, sei schon ein Stück Deckentonne abgehoben worden. Von außen ist der Teilabschnitt an der weißen Plane als Dachabdeckung zu erkennen. Dort soll das Mauerwerk freigelegt werden. Nur so sei eine Begradigung der Wände möglich, sagt Petra Pollnow.

Ende der Arbeiten ist derzeit nicht absehbar

Auf die Gründe für die Schäden angesprochen, schließt Jörg Biedermann nicht aus, dass Erschütterungen, die mit dem Altbergbau zusammenhängen als Ursache mit einspielten. Er erklärt, dass die Kirche aus dem 12. Jahrhundert stammt. Die letzte große Sanierungsmaßnahme lief im Jahr 2010. Damals wurde das Kirchturmdach grundhaft erneuert.

Bleibt zu fragen, wie lange die jetzt laufenden Baumaßnahmen andauern. Die Antwort der Kirchenräte macht deutlich, dass das Vorhaben sehr langfristig angelegt ist. Im Moment sei nicht absehbar, wann die Sicherungsmaßnahmen zum Abschluss kommen.

Gottesdienste können im Moment nicht in der Kirche stattfinden. Dafür wird das gegenüberliegende Pfarrhaus genutzt. Hier befindet sich die Winterkirche. Sie ist jetzt Ausweichquartier.