Hecklingen l Pilze können für Kleinkinder zur Gefahr werden, sagt Pilzberaterin Dagmar Stange aus Hecklingen. Sie will für das Thema sensibilisieren, damit der Ernstfall einer Vergiftung erst gar nicht eintritt. Vorbeugend handelte kürzlich auch die Leiterin einer Kita. Hilfesuchend rief sie bei Dagmar Stange an, um zu berichten, dass auf einem Rasenstück der Kita ganz viele Pilze wachsen. Was tun? Dagmar Stange riet ihr, die Fruchtkörper zu entfernen und die Rasenfläche abzusperren. Ein Umgraben der Fläche würde nichts bringen, weiß die Expertin, da die Sporen überall sein können. Sie rät zur Wachsamkeit.

"Pilze sind nun einmal in ihrer Farbe und Form für die Kleinen ansprechend. Schnell landen sie im Mund."

Eltern sollten ihre Rasenflächen und Gärten immer im Auge haben. "Pilze sind nun einmal in ihrer Farbe und Form für die Kleinen ansprechend. Schnell landen sie im Mund." Vor Jahren, erinnerte sie sich an einen anderen Fall, sei eine Mutti bei ihr gewesen. Ihr Kind hatte den Pilz schon gegessen. Die verzweifelten Eltern hielten Fragmente des Pilzes in der Hand, das Kind hatte das Verspeiste glücklicherweise ausgespuckt. Trotzdem fuhr die Familie ins Klinikum. Am Ende ging aber alles gut aus, kann die Pilzberaterin berichten.

Beispiele für Pilze, die im Schrebergarten wachsen könne, bringt sie an: "Das Samthäubchen, der Kartoffelbovist, Becherling, Tintling, Samtfußrübling. Auch der halbkugelige Träuschling wächst auf Wiesen und ist ziemlich giftig."

Ist es zu spät, hat ein Kind einen solchen Pilz verspeist, rät Dagmar Stange: "Das Verspeiste erbrechen und sofort zum Arzt. Im Idealfall nimmt man einen Pilz komplett mit, falls noch vorhanden."

Sie möchte mit den Informationen ein Stück Aufklärungsarbeit leisten. Denn das sieht sie im Zuge ihrer Beratertätigkeit als Aufgabe an. "Der Garten ist sehr schön", sagt sie, "aber es lauern auch überall Gefahren."

 

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