Wolmirsleben l In Wolmirsleben nimmt die Geschwindigkeit der Fahrzeuge in der Ortsdurchfahrt deutlich zu. Das schätzen die Bürger der Gemeinde so ein. Mit der Sanierung des Straßenbelags in der Ortsdurchfahrt soll ebenso die Temporeduzierung inmitten des Ortes entfallen, wurde aus der Verbandsgemeinde bekannt. Im ganzen Ort können die Fahrzeuge dann höchstens 50 Stundenkilometer auf der Landesstraße schnell sein.

Doch der glatte, neue Asphalt verleite die Fahrer, etwas mehr auf das Gaspedal zu drücken, meinte der Wolmirslebener Einwohner Ulrich Biermann. Er hatte zusammen mit der Bürgerinitiative angeregt, künftig elektronische Schilder an die Ortsdurchfahrt zu stellen. Die Schilder messen dabei die Geschwindigkeit der Fahrzeuge. Halten sich die Fahrer an das vorgeschriebene Tempo, danken die Schildern oder ermahnen zur langsamen Fahrt, sollten die Fahrzeuge zu schnell unterwegs sein.

In dieser Woche hatten sich die Mitglieder der Bürgerinitiative getroffen, um zu beraten, wo die Schilder montiert werden könnten und wo ihre Wirkung am besten für den Ort ausfallen könnte. Allerdings müsse der Gemeinderat noch darüber beraten und der Aufstellung ebenso zustimmen, gab Ulrich Biermann zu bedenken.

Über eine Stiftung wollen sich die Wolmirslebener die Schilder besorgen. Gestern wollte sich Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr schon mit dem Thema befassen. Viele andere Möglichkeiten zur Beeinflussung des Verkehrs haben die Wolmirslebener nicht. Eine dauerhafte Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit dürfte sich nach der Fahrbahnsanierung kaum durchsetzen lassen. Zumal die Straße im Ort ungewöhnlich breit ist.

Neben den hohen Geschwindigkeiten der Fahrzeuge nimmt der Lärm ebenso zu. Hiervon betroffen sind vor allem die direkten Anlieger der Ortsdurchfahrt. Um mehr Druck auf die Autofahrer auszuüben, fordern die Bürger eine Geschwindigkeitsüberwachungsanlage, die dauerhaft stationiert werden soll. Nur mit einem Blitzer gebe es ein wirksames Abschreckungspotenzial gegen Raser, meinen die Bürger.