In der Hundertstraße in Egeln bilden sich regelmäßig Schlaglöcher. Seit einem halben Jahr versucht Anwohner Christian Rumpf die Stadt dazu zu bewegen, die Löcher zu schließen. Bislang vergeblich.

Egeln l Für die Ermittlung der Zahl der Haushalte in der Hundertstraße in Egeln reichen die Finger einer Hand. In der Sackgasse herrscht wenig Verkehr. Für die Handvoll Anwohner hat die Stadt die Straße bislang nicht befestigen lassen. Keine schützende Schicht hält die losen Kiesel beisammen, die zusammen die Straße bilden.

Durch den täglichen Verkehr bilden sich dann Schlaglöcher. Mit der Zeit werden diese immer größer, tiefer und zahlreicher, fasst Anwohner Christian Rumpf zusammen. Er hat sich an die Lokalredaktion gewandt, weil er hierin die einzige Möglichkeit sieht, dass sich die Kommune bei der Straßenunterhaltung bewegt, wie er schreibt. Mehrfach sei er bereits in der Verwaltung gewesen und habe sich dort dafür eingesetzt, dass die Stadt die Löcher fülle, erzählt er. Bislang ohne Ergebnis. Ebenso wenig nutzte bislang die direkte Vorsprache beim Bürgermeister, bedauert Christian Rumpf. Jahrelang hatten die Anwohner selbst regelmäßig zur Schaufel gegriffen und die Löcher verfüllt. Einige Anwohner machten dies heute noch, zeigt Christian Rumpf.

"Ich habe aber nicht die Technik, um die Straße dauerhaft zu reparieren", lehnt Christian Rumpf weitere Reparaturen ab. Außerdem habe er auch kein Material zur Verfügung. Seit einem halben Jahr, fügt er an, laufe er nun den Behörden hinterher.

Egelns Bürgermeister Reinhard Luckner sieht kaum Möglichkeiten den Anwohnern zu helfen. Der Stadtrat könnte einen grundhaften Ausbau beschließen, den die Anwohner über Straßenausbaubeiträge zum großen Teil mitbezahlen müssten, sagt er.

Außerdem gebe es in der Stadt noch andere Straßen, die in einem viel schlechteren Zustand seien, sagt er nach einem Besuch der Hundertstraße. Dennoch wolle er sich darum bemühen, dass der Bauhof der Stadt sich mit den Schlaglöchern befasse. Größtes Hindernis für umfangreiche Arbeiten sei aktuell aber der haushaltslose Zustand der Stadt, macht er deutlich. Ohne einen beschlossenen und genehmigten Jahresetat könne die Kommune kaum Geld für zusätzliche Dinge ausgeben. Nur unabweisbare Ausgaben dürfe sich die Kommune in dieser Zeit leisten, macht er deutlich. Er könne die Bürger ja verstehen, wenn sie nicht damit einverstanden seien, dass sie lange warten müssten. Dennoch müsse die Stadt mit einem Haushalt erst wieder handlungsfähig werden, sagt er. Schon in der kommenden Woche will sich der Hauptausschuss mit dem Jahresetat für die Kleinstadt befassen, kündigt er an.