Beim traditionellen Kartoffelfest der Feuerwehr in Groß Börnecke haben Fisch und Feuerwehrbrot der Knolle in diesem Jahr beinahe den Rang abgeschlagen. Eigentlich müsste die Veranstaltung umbenannt werden. Besuchern war das egal. Sie freuten sich, dass im Dorf was los ist und probierten die leckere Vielfalt sehr gern.

Groß Börnecke l Zum Kartoffelfeuerfest in Groß Börnecke hat der Feuerwehrverein in diesem Jahr erstmals den Räucheroffen angeheizt. Ganz neu auf der Speisekarte: Lachs auf Brötchen aus dem Rauch. "Das ist etwas ganz Neues. Der Kamerad Ueberschaer hatte kurzfristig die Idee dazu, Fischbrötchen anzubieten", erzählt Vereinschef Kai Haase. Lachs für 100 Portionen wurde eingekauft. Wer darauf keinen Appetit hatte, probierte das typische Groß Börnecker Feuerwehrbrot. "Das ist Ciabatta-Brot mit einem Knoblauch-Dip, Schinken und Tomaten, ganz lecker", konnte Ortswehrleiter Danny Hille den Imbiss nur empfehlen.

Es freute ihn, dass die vielen Angebote von etlichen Besuchern am Sonnabend gut angenommen wurden. Dabei kam die Kartoffel als Namensgeber der Veranstaltung beinahe zu kurz. Ausschließlich Pommes sprachen für den Erdapfel.

"Solche Feste sprechen für sich."

Besucher störte das keinesfalls. Im Gegenteil. Sogar aus Staßfurt reisten Gäste an. "Wir sind mit Freunden aus Groß Börnecke hier", berichtete Svetlana Hädicke. "Es ist super. Das Angebot ist wirklich vielfältig", sagte sie.

Die Besucherin saß am kleinen Feuer und bruzzelte sich ein Stockbrot. Dafür hatte der Feuerwehrverein 15 Kilogramm Teig vorbereitet.

"Solche Feste sprechen für sich", sagte Besucherin Katja Kreidt, die aus Groß Börnecke stammt, aber in Mecklenburg- Vorpommern wohnt. Den Besuch bei der Familie nutzte sie gern, um auf der Festwiese am Depot vorbei zu schauen. Dort drehte sich erstmals auch ein kleines Kinderkarussell. Büdchen mit den typischen Süßigkeiten vom Rummel zum Naschen ein. Wer wollte, konnte an einem anderen Stand Bälle werfen.

"Wenn die Feuerwehr ruft, sind alle da", war Kai Haase mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Das Tolle dabei sei, dass alle helfen, das Fest auf die Beine zu stellen. Von der Schalmeienkapelle der Wehr, die spielte, über die Gruppen der Kinder- und Jugendfeuerwehr bis hin zu andere aktiven Kameraden und weiteren fleißigen Helfern: "Der ganze Verein packt mit an", lobte Kai Hasse den Zusammenhalt.

Alles in allem zählt der Verein der Freiwillligen Feuerwehr Groß Börnecke sind 68 Mitglieder.

Viele ließen sich das herbstliche Spektakel bei herrlichem Sonnenschein nicht entgehen. Für Musik sorgte die neu gegründete Band "Achterbahn". Live gesungene Stücke kamen an.

"Wir unterstützen die Feuerwehr sehr gern", sagte Bandmitglied Randolph Schwabe-Bolze. Er erzählte, dass sich das Trio im Frühjahr dieses Jahres gründete. Die Idee sei nach erfolgreichen Auftritten beim Karneval entstanden, um im Dorf "mit Musik auszuhelfen." Die Hobbysänger treten privat und öffentlich gern auf und sorgen musikalisch für Stimmung.

"Wenn in Groß Börnecke was los ist, sind alle auf den Beinen, sprach Nancy Hille-Ueberschaer vom Feuerwehrverein von einem gelungenen Fest.

Und die nächste Veranstaltung kündigt sich in Groß Börnecke an. Am 29. November soll erstmals wieder eine Weihnachtsmarkt stattfinden. Um die Organisation kümmern sich die Frauen vom Vereinsvorstand. Die Männer hatten am Sonnabend keinen Schimmer, was geplant ist. "Sicher ist, die Besucher können sich wieder auf viel Vielfalt freuen", so Kai Haase.

   

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