Die Polizeireform führt auch im Altkreis Staßfurt zu Veränderungen. Davon ist auch das Revierkommissariat in Staßfurt betroffen.

Staßfurt l Dessen Leiter Dirk Kost, der das Kommissariat in der Salinenstraße seit Dezember 2007 mit einer kurzen Unterbrechung geführt hatte, ist inzwischen in das Polizeirevier nach Bernburg beordert worden. Dort ist der 58-jährige Polizeirat aus Staßfurt zum Leiter für zentrale Aufgaben aufgestiegen.

Auf seinen neuen Job angesprochen, sagte Kost: "Das ist eine Aufgabe, die mir angetragen worden ist. Da kann man sich ausprobieren. Das ist Neuland." Er ist nun in der Kreisstadt verantwortlich für alle 26 Regionalbereichsbeamten im Salzlandkreis, für die Pressestelle des Polizeireviers in Bernburg sowie für die Schutz- und Kriminalpolizei.

Kost hält es für richtig, eine Führungsebene wegzunehmen, weil man nicht mehr die Leute hat. Seine Stelle soll nicht mehr neu besetzt werden. Denn das Revierkommissariat soll eine Außenstelle von Schönebeck werden.

"In Bernburg wartet auf mich eine verantwortungsvolle Aufgabe, auf die ich mich wirklich freue."

Angesichts des Wechsels kommt bei dem Polizeirat auch ein bisschen Wehmut auf. In Staßfurt hatte er nur einen relativ kurzen Weg von seiner Wohnung zum Kommissariat, denn das befindet sich genau gegenüber auf der anderen Straßenseite. "Jetzt werden die Wege weiter und der Blick größer", sagte Kost und fügte hinzu: "In Bernburg wartet auf mich eine verantwortungsvolle Aufgabe, auf die ich mich wirklich freue." Dazu gehört auch die weitere Besetzung der Dienstposten mit jeweils zwei Regionalbereichsbeamten in Hecklingen, Güsten und in Egeln. Sie werden anfangs bis zur Fertigstellung ihrer Diensträume ihren Sitz zunächst im Revierkommissariat in Staßfurt haben.

Die beiden Staßfurter Kollegen, Gerald Lutze und Marin Söhner, die seit dem 1. September in der Stadt als Regionalbereichsbeamte tätig sind, leisten nach Einschätzung des ehemaligen Kommissariatschefs eine hervorragende Arbeit. Sie können über ein eigenes Fahrzeug verfügen und seien viel in ihrem Einsatzgebiet unterwegs und hätten sich bereits an Schulen, in den Kindertagesstätten sowie bei der Volkssolidarität und der Urania vorgestellt.

In der Salinenstraße werden auch die Polizisten stationiert sein, die in den Funkstreifenwagen im Landkreis unterwegs sein sollen, sagte Kost. Letztere sollen im Abstand von jeweils 25 Kilometer im Land postiert werden, zwei davon auch in Staßfurt. "Das Haus wird ein Stützpunkt, wo die Kollegen zum Dienst kommen, sich umziehen, ihre Schreibarbeiten erledigen und dann rausfahren", sagte der Polizeirat. Er rechnet mit rund 20 Streifenbeamten, die an diesem Standort in Staßfurt tätig sein werden.

Eine Zentralisierung werde es aber auch bei der Kriminalpolizei geben, kündigte Kost an. "Dort gibt es bereits Ideen, wie man das im Salzlandkreis machen kann." Die Überlegungen seien aber noch nicht abgeschlossen.

 

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