Das vierte Mittelalterspektakel auf der Wasserburg Egeln hat die Veranstaltung nach Einschätzung der Betreiber etabliert. An zwei Tagen gab es wieder viel zu erleben auf der Burg. Das Wetter zeigte sich gewohnt durchwachsen.

Egeln l "Typisches Egelner Wetter", sagt Birgitt Katins vom Veranstaltungsbüro. Wie im vergangenen Jahr hängt der Himmel am Sonnabend, dem ersten Tag des Mittelalterspektakels auf der Egelner Wasserburg, schwer und feucht über der Anlage. Gegen Mittag lässt der Nieselregen endlich nach. Schneller war der Regen über das Land gezogen, als erwartet, atmen die vielen Schausteller auf.

Mit der Wetterbesserung wächst das Besucherinteresse an der größten Herbstveranstaltung. "Wir schauen immer drei Jahre, ob die Bürger unser Konzept annehmen", schildert Birgitt Katins. Die steigenden Besucherzahlen stimmen die Chefin optimistisch. Vielleicht sei der Oktober doch ein guter Termin für Egeln, sagt sie auf die Frage, ob eine Verlegung des Spektakels in den August noch überlegt werde.

Vielmehr wolle der Veranstalter das Mittelalterspektakel in der Zukunft noch mehr regionalisieren. Mehr einheimische Akteure wolle sie künftig einbinden, kündigt sie an. Auch dreht sich in Egeln schon längst alles um das Thema des Spektakels im kommenden Jahr.

Während sich Birgitt Katins ein Wettbaden auf Bühne vorstellen könnte, schwebt Uwe Lachmuth die Inszenierung der Pest vor. "Da müssen wir uns nochmal drüber unterhalten", sagt sie.

Jede Menge gibt es für die Besucher an den zwei Tagen zu erleben. Besonders beliebt sind die Vorführungen der beiden Feuerspucker Braxas A sowie die Schaukämpfe der Ritter. Nach dem Duell können auch Besucher ein Schwert in de Hand nehmen. Gleich am Sonnabend wird Burgherr Uwe Lachmuth von seinem ehemaligen Mathelehrer Wolfgang Merkla herausgefordert. Statt auf das Köpfchen kommt es diesmal auf die Muskelkraft an.

In der Ecke bereitet "Ludwig der Enterbete" derweil den Badezuber vor. Ein Badehaus ist immer mit dabei. Am Nachmittag, wenn die Gäste schon einige Becher Bier und damit wohl auch Mut angetrunken hätten, steige die Nachfrage nach einem warmen "Bad in der Menge", weiß er. Neben dem Wasser gibt es Bedienung während der öffentlichen Badezeremonie. Solange darf sich der fünfjährige Johnny in der großen Holzwanne austoben.

Richtig voll wurde es am Sonnabendabend bei der Show der Feuerspucker. Im Wettstreit zeigten die Artisten, was sie mit den Flammen alles anstellen können. In der Dunkelheit wirkten die Vorführungen noch eindrucksvoller.

Doch gestern war schon wieder der letzte Tag des Festes. Nach dem Spektakel ist aber für die Schausteller bekanntlich vor dem nächsten Spektakel. Und so laufen jetzt bereits die Planungen an.

   

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