Das Mittelalterspektakel in Egeln am vergangenen Wochenende war deutlich besser besucht, als im vergangenen Jahr. Offenbar ist die Veranstaltung inzwischen etabliert und soll nach den Wünschen des Veranstalters noch mehr Lokalkolorit erhalten.

Egeln l Das Mittelalterspektakel wird von den Bürger der Region spürbar angenommen, stellte am Wochenende Uwe Lachmuth fest. Der Mitarbeiter der Stadt, der sich halbtags um die Wasserburg kümmert, freute sich über den großen Zuspruch des Spektakels. Rund 1000 Besucher verzeichnete er im Museum der Burg, ein neuer Rekord.

Dass die Veranstaltung einige Jahre brauchen würde, um sich zu etablieren, damit hatte der Veransalter aus dem östlichen Brandenburg gerechnet, sagte Birgit Katins. Die Chefin vor Ort stellte bereits am Sonnabend zufrieden fest, dass die Zahl der Besucher deutlich höher sei, als im Jahr zuvor.

Natürlich ist so eine Außenveranstaltung sehr stark wetterabhängig, sagt Uwe Lachmuth. Die Wetterprognosen spielten dem Veranstalter auch diesmal wieder einen Streich. Sah die Wettervorhersage eine Woche vor dem Fest noch Sonnenschein voraus, änderte sich in der Woche vor dem Mittelalterspektakel die Prognose fast jeden Tag und wurde düsterer.

Trotzdem hatte der Veranstalter noch Glück und kam halbwegs trocken über das Wochenende. Ganz zu Anfang des Mittelalterspektakels hatten die Egelner das Fest selbst organisiert. Vor allem der Heimatverein kümmerte sich rege, erinnert Uwe Lachmuth. Allerdings sei die Veranstaltung damals kaum noch finanzierbar gewesen, weshalb sich die Stadt um einen professionellen Veranstalter bemühte, der auch Verluste verkraften konnte, sagt ebenfalls Bürgermeister Reinhard Luckner. Zusammen mit dem Veranstalter will die Stadt das Mittelalterspektakel in den kommenden Jahren ausbauen. Der Heimatverein soll wieder ein Bestandteil der Veranstaltung werden. Angetan sind die Schausteller ebenfalls von dem Angebot auf der Wasserburg. Der Backofen, der erst in diesem Jahr gebaut wurde, soll im kommenden Herbst mit genutzt werden, meinte Birgit Katins. Die Mitglieder des Heimatvereins in ihren historischen Gewändern sollen außerdem das Fest bereichern, hofft sie.

Angeboten werden könne ferner die Bogenschießanlage auf der Unterburg, habe sie bereits mit Uwe Lachmuth vereinbart. Für die Kleinstadt sei das Mittelalterspektakel inzwischen eine gute Visitenkarte, schätzt der Bürgermeister ein. Zahlreiche Besucher aus anderen Landkreisen habe er am Wochenende gesehen. Die Veranstaltung hebe letztlich das Image der Kleinstadt und mache Egeln weithin bekannt, freut er sich.

Inhaltlich soll es im kommenden Jahr erneut einen festen Programmbestandteil geben. Neben den raufenden Rittern könnten nach den Vorstellungen von Birgit Katins die Bader diesmal im Vordergrund stehen. Ein Wettbaden auf dem Burghof könne sie sich vorstellen. Da hätten alle etwas davon, schätzt sie ein. Ein Jahr später gibt es Egeln 1075 seit der ersten urkundlichen Erwähnung. Dann will Uwe Lachmuth die düstere Seite zum Ende des Mittelalters zeigen: die Pest. In Europa wütete der Erreger auf fürchterliche Weise, weiß er.

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