Im Tarthuner Gemeindesaal hat der Egelner Rassegeflügelzuchtverein am zurückliegenden Wochenende seine Spitzen-Tiere des Jahres zur traditionellen Herbstschau gezeigt. Für viele Besucher und Züchter ist der Termin ein Muss. Eine Ausstellerin erklärt, warum sie für das Hobby schwärmt.

Tarthun l "Es ist toll hier. So viele Tiere. Die Vielfalt. Ich komme jedes Jahr gern hierher", sagt Besucher Eckhardt Neumann. Der Mann aus dem benachbarten Atzendorf war selbst viele Jahre aktiver Rassegeflügelzüchter und kennt sich aus. "Einwandfrei", ist er voll des Lobes. Warum? Auch der Schaucharakter im Gemeindesaal spricht ihn an. Alles sei wunderbar herbstlich dekoriert, meint der Gast und deutet auf Kürbisse, Zweige und viele weitere Schmuckideen aus der Natur.

"Gestern hatten wir schon ein volles Haus. Mindestens 100 Leute waren bestimmt schon da."

Im Saal sind viele Reihen mit Käfigen aufgebaut. 273 Tiere sind zu sehen. "Das sind 70 mehr als im zurückliegenden Jahr", weiß der Vorsitzende des Egelner Rassegeflügelzuchtvereins Jens Bartsch. Er berichtet von Puten, Enten, Hühnern, Zwerghühnern und Tauben, die ausgestellt sind. Jens Bartsch ist mit diesem Ergebnis sehr zufrieden. Auch der Zuspruch der Besucher stimmt ihn zuversichtlich. "Gestern hatten wir schon ein volles Haus. Mindestens 100 Leute waren bestimmt schon da", schätzt er am Mittag des zweiten Ausstellungstages. Die Herbstschau sei der Höhepunkt für den Egelner Verein, eben eine Art Erntedank, so der Vereinschef.

Seine Frau ist ebenfalls aktive Rassegeflügelzüchterin. Claudia Grothe-Bartsch schätzt vor allem den Zusammenhalt der Mitglieder und Aussteller. Seit 1998 ist das Hobby für sie eine der schönsten Freizeitbeschäftigungen. "Die Tiere strahlen so eine tolle Ruhe aus." Wenn man mal wieder einen stressigen Arbeitstag hatte, sei es immer wieder entspannend, sich Zeit für das Rassegeflügel zu nehmen. Und welche Besonderheit war auf der Ausstellung in diesem Jahr zu sehen? "Die Cröllwitzer Puten. Das ist eine typisch sachsen-anhaltische Rasse", weiß Jens Bartsch.

Ein Hingucker auf der Ausstellung waren auch große Truthähne. Schon von Weitem kündigten sie die Rassegeflügelschau im Gemeindesaal an. Die typischen Rufe waren nicht zu überhören.

Außerdem zeigten sie sich in voller Pracht. "Das Radschlagen mit dem Gefieder ist typisch für die Balz", klärt der Vereinschef auf.

   

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