Peter Maier aus Brumby ist in seinem Ehrenamt als Vorsitzender des Seniorenbeirates bestätigt worden. Er trat in der konstituierenden Sitzung am späten Montagnachmittag ohne Gegenkandidaten an.

Staßfurt l "Die letzten vier Jahre waren eine Erfahrung für mich und keine schlechte. Mir hat diese Arbeit Freude gemacht. Nun ist die Karre am Laufen. Da möchte ich so lange es geht, noch mitwirken", sagte Maier.

Das sahen wohl auch die anderen 13 anwesenden Beiratsmitglieder so und bestätigten den 65-jährigen ehemaligen Maschinenbau-Ingenieur, der mit der letzten Kommunalwahl den Sprung in den Ortschaftsrat Förderstedt geschafft hatte, im Amt.

Maier freute sich über die Zustimmung. Er habe den Vorsitz damals mit weinendem Auge übernommen, habe inzwischen aber auf das lachende Auge umschalten können. Denn der Seniorenbeirat habe in den letzten Jahren in der Stadt immer breitere Spuren hinterlassen.

In diesem Zusammenhang nannte er besonders die inzwischen für jedermann in der Stadt sichtbare Umsetzung des Sitzbankkonzeptes, mit der sich auch andere gern in der Öffentlichkeit schmücken. "Das lassen wir uns nicht aus der Hand nehmen", zeigte sich Maier kämpferisch und dankte der Stadtratsfraktion der Linken und besonders deren stellvertretenden Vorsitzenden Ralf-Peter Schmidt für ihre Unterstützung.

Maier: "Ich freue mich auf die schöne Zeit, die da kommt."

Als seine Stellvertreterin setzte sich Inge Schneider mit acht Stimmen gegen Marga Käppner aus Staßfurt durch. "Ich engagiere mich schon seit einigen Jahren im Vorstand. Zu einer männlichen Führungskraft sollte eine starke Frau gehören. Ich habe seit über 30 Jahren Erfahrungen in Leitungsfunktionen und kenne die Probleme der Menschen", sagte die in Hohenerxleben wohnende Ingrid Schneider in ihrer "Bewerbungsrede".

Als Schriftführer erhielt Karl Seidel aus Förderstedt erneut das Vertrauen der Seniorenvertreter. "Ich bin schon seit 1994 in der Seniorenarbeit tätig, damals, bedingt durch die Kreisgebietsreform, noch im Kreisseniorenbeirat Schönebeck", sagte er. Das neugeschaffene Amt des Kassenwartes übernimmt Fred Schulz aus Hohenerxleben. Er setzte sich gegen Christel Kretschmar aus Löderburg und Marga Käppner durch. Zum Beisitzer wurde abschließend Walter Strauß aus Staßfurt gewählt. "Die Arbeit im Seniorenbeirat gefällt mir, weil es eine gute Atmosphäre ist und man mitgestalten kann", sagte Strauß.

Zu den Gratulanten gehörte auch Oberbürgermeister René Zok. Er dankte den Frauen und Männern für ihr Engagement als Interessenvertreter der älteren Bürger. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Vorstand. Ich komme aber auch gern in die Mitgliederversammlung", sagte Zok.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Christine Fischmann, informierte über die vom Stadtrat geänderte Satzung des Seniorenbeirates. Danach können nunmehr Mitglieder, die dreimal unentschuldigt bei den Versammlungen fehlen, vom Sozialausschuss abberufen werden.

Ralf-Peter Schmidt sagte, der Seniorenbeirat sei arbeitsfähig. Es könnten sich aber noch Interessenten melden. Er regte an, die Vertreter mit einer Informationsmappe mit allen Ansprechpartnern und sonstigen Unterlagen zu versorgen.