Hecklingen l Die älteren Einwohner der Stadt Hecklingen sollen neben den politischen Vertretungen, wie Ortschaftsrat und Stadtrat, noch eine weitere Vertretung bekommen. Die Mitglieder des Kulturausschusses des Stadtrates verständigten sich darauf, die Gründung eines Seniorenbeirates zu unterstützen.

Senioren und angehende Senioren sollen dabei die politischen Ziele und Vorhaben auf Seniorentauglichkeit untersuchen, schwebt den Ausschussmitgliedern vor. Sie informierten sich beim Vorsitzenden des Staßfurter Seniorenbeirates über die Arbeit. Bei vielen Dingen bringen sich hier die älteren Einwohner ein. Vor allem auch bei baulichen Fragen, so die Erkenntnis, müssten die Bedürfnisse älterer Menschen berücksichtigt werden. Stark abhängig vom Engagement eines Seniorenbeirates seien die handelnden Personen, erfuhren die Hecklinger ebenso. Je emsiger der Vorstand arbeite und sich einsetze, desto mehr könne erreicht werden.

Das führte die Ausschussmitglieder zu der Frage, wie sie ihre Bürger für eine Mitarbeit in einem noch zu gründenden Seniorenbeirat begeistern können. "Jeder Interessent für eine Mitarbeit soll sich im Hecklinger Rathaus oder bei den Ortsbürgermeistern melden", meinte die Groß Börnecker Ortsbürgermeisterin Ethel Muschalle-Höllbach. Gern wolle sie den möglichen Akteuren im Seniorenbeirat die Arbeitspalette erläutern, sagte sie. Für eine wirkliche Interessenvertretung der älteren Einwohner seien aber engagierte und motivierte Bürger gefragt. Überlegt hatten die Ausschussmitglieder dabei, sich vielleicht ebenso an die Gemeindekirchenräte in den Orten zu wenden. Hier sehen die Ausschussmitglieder Potenzial. Schließlich arbeiten die Mitglieder der Gemeindekirchenräte seit vielen Jahren engagiert und zielstrebig.

Zumindest ein Versuch sei es wert, meinten die Stadträte. Eine Vorstellung des Anliegens wecke vielleicht bei dem ein oder anderen Bürger doch das Interesse. Schließlich gehe es bei dem Seniorenrat darum, die Kleinstadt mit den Ortsteilen für die älter werdende Bevölkerung lebenswerter zu gestalten, brachte es Ethel Muschalle-Höllbach auf den Punkt.