Egeln l Dank des Schul- zentrums am Hunnengraben ist Egeln um einen Farbtupfer reicher. Die Schüler wünschten sich während der Bauphase den knalligen roten Anstrich. Jahrelang war die Grund- und Sekundarschule umgebaut und saniert worden. Möglich machten dies Fördermittel, die noch vor der Gründung der Verbandsgemeinde die Stadt Egeln beantragt hatte. "Wir haben uns damals gegen viel größere Städte durchgesetzt", blickt Egelns Bürgermeister Reinhard Luckner zurück.

Mit dem Konzept, welches die Grund- und Sekundarschule unter einem Dach vorsah, konnten die Egelner überzeugen. In einem Haus können die Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse unterrichtet werden.

Obwohl die Bauarbeiten an dem Schulzentrum eigentlich bereits zum Schuljahresende abgeschlossen waren, fand die offizielle Übergabe noch nicht statt. Die holte gestern Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr nach.

Vor Vertretern der Kreisverwaltung, der Verbandsgemeinde sowie des Egelner Stadtrates feierte er in einer Rede die Investition in die Schullandschaft der Egelner Mulde. Rund 4,3 Millionen Euro sind in das Gebäude geflossen. Die Europäische Union beteiligte sich dabei mit 3,6 Millionen Euro an den Kosten. Die verbleibende Summe teilten sich die Verbandsgemeinde und der Landkreis, sagte er weiter.

Bereits 2008 hatte die Stadt Egeln ein Konzept erarbeiten lassen, um für die Schule Mittel für den Schulumbau zu erhalten, erinnerte er. Schon ein Jahr später hielten die Fachleute im zuständigen Ministerium die Projektunterlagen für aussagefähig und stuften das Vorhaben als förderfähig ein. Damit, so Stöhr weiter, sei es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis der Fördermittelbescheid erteilt wurde.

Nach vielen Ausschreibungen konnte das Bauvorhaben dann offiziell am 23. September 2011 starten, blickte er zurück. Das Hauptaugenmerk beim Schulumbau wurde auf die energetische Sanierung gelegt, erinnerte er. Die 1979 erbaute Schule ist heute nicht mehr wieder zu erkennen. In vier Bauabschnitten wurde der Umbau realisiert. Bei laufendem Schulbetrieb mussten Schüler, Lehrer und Handwerker gemeinsam aufeinander Rücksicht nehmen. Die Strapazen haben sich allerdings gelohnt, zeigt sich der Verbandsgemeindebürgermeister zufrieden.

Bei einem kleinen Rundgang durch die Sekundarschule bekamen die Besucher einen Einblick in den modernen Schulalltag. Die stellvertretende Schulleiterin der Sekundarschule, Monika Franze, führte die Besucher herum. Die Räume seien auf einem sehr modernen Stand, konnten sich die Besucher selbst überzeugen. Gut kommt bei den Schülern ebenso das neue Computerkabinett an. Moderne Rechner und eine schnelle Internetanbindung machen den Unterricht interessant, freute sich der Fachlehrer.

Die Schüler der beiden Schulen hatten sich mit kleinen Programmen auf die Feierstunde vorbereitet. Sie traten auf der Bühne in der Aula auf.

Petra Czuratis, Fachbereichsleiterin Soziales, Familie und Bildung in der Kreisverwaltung, freute sich über die sanierte Schule. Moderne Lernbedingungen fänden nun die 280 Sekundar- und die rund 150 Grundschüler vor, erklärte sie. Der Bildungssektor in der Verbandsgemeinde sei mit der Investition deutlich aufgewertet. Außerdem erinnerte sie daran, dass die Sekundarschule eine Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule anstrebe. Damit sollen auch in Zukunft Abiturklassen in der Egelner Mulde unterrichtet werden können.

Vor wenigen Wochen hatte die Sekundarschule eine entsprechenden Antrag an das Kultusministerium gestellt. Es wird damit gerechnet, dass die Landesbehörden noch vor dem Jahreswechsel einen entsprechenden Bescheid verschicken. Bis zur achten Klasse sollen dann die Schüler an der Sekundarschule Abiturklassen besuchen können und später dann auf ein Gymnasium wechseln.

 

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