Athensleben l Die rund 400 Meter lange Strecke rund um die Domäne einschließlich des rund 70 Meter langen Teilstücks bis zum Dorfgemeinschaftshaus beziehungsweise zur Jägerhütte ist in der relativ kurzen Bauzeit von rund drei Monaten grundhaft ausgebaut worden. Die Fahrbahn und der Fußweg wurden in dieser Zeit mit Verbundpflaster versehen. Der Außenbereich wurde mit Natursteinpflaster abgegrenzt.

Der Startschuss zu diesem Projekt erfolgte am 1. September. "Das war relativ flott für so ein langes Teilstück", sagte Oberbürgermeister René Zok gestern Nachmittag bei der offiziellen Freigabe.

Man sei dort auch deshalb so schnell vorangekommen, weil bis auf ein Leerrohr keine weiteren neuen Leitungen verlegt werden mussten. Letzteres soll dazu beitragen, dass die Straße nicht wieder aufgerissen werden muss, falls der Wasser- und Abwasserzweckverband "Bode-Wipper" Staßfurt dort ein neues Trinkwasserrohr verlegen will.

Zoks Worten zufolge sind an diesem Standort einschließlich der Planung insgesamt rund 220 000 Euro investiert worden. Zu dieser Summe steuerten das ILEG-Förderprogramm fünf Prozent und das Dorferneuerungsprogramm des Landes 65 Prozent bei. Für die restlichen 30 Prozent der Nettosumme plus Mehrwertsteuer müsse die Stadt aufkommen, sagte Zok.

Sie habe mit diesem Vorhaben nach der Eingemeindung im Jahr 2009 die zweite Straße in ihrem kleinsten Ortsteil auf Vordermann gebracht. Darüber und über das Lob, das er von den Anwohnern gehört habe, habe er sich sehr gefreut, teilte Zok vor dem symbolischen Scherenschnitt mit. Er hoffe, dass die Anwohner das notwendige Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Bauzeit aufgebracht haben.

Regenwasser wird in einem System aufgefangen

Zok sowie Ortsbürgermeister Jürgen Kinzel (Linke) dankten allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben, insbesondere der Kommune, dem Amt für Flurneuordnung und Forsten (ALFF) Halberstadt, dem Planungsbüro aus Borne und der Baufirma aus Groß Rosenburg.

"Wenn wir weitere Mittel bekommen, würden wir in der Stadt gern weitere Straßen ausbauen", sagte Zok, dem da gleich die Göricke-Straße und die Klaue-Straße in Neundorf einfallen, die noch nicht einmal über einen ordentlichen Straßenbelag verfügen. Er wisse aber auch, dass es in Athensleben, zum Beispiel in Richtung Unseburg, Handlungsbedarf gebe.

"Das ist prächtig geworden", freute sich Kinzel und auch darüber, dass die Domänen-Straße nun fertiggestellt ist, die allen im Dorf sehr am Herzen gelegen habe. Der Ortsbürgermeister hofft, dass sie lange erhalten bleibt und regelmäßig gereinigt wird. Jetzt müssten nur noch zwei Straßen in Athensleben auf Vordermann gebracht werden.

Der Architekt Christian Boos hob hervor, dass das Regenwasser in einem ortseigenen System aufgefangen und abgeleitet wird. "Wir belasten damit nicht die Kommune und auch nicht die Anwohner mit Gebühren", sagte Boos.