Michael Jackson lebt. Zumindest bei der Dance-Factory in Egeln tanzen die großen und kleinen Mädchen gern zu den Liedern des King of Pop. Jetzt in der Vorweihnachtszeit sind die Tänzerinnen jedes Wochenende unterwegs.

Egeln l Schon im Oktober begannen die Proben für das diesjährige Weihnachtsprogramm der Egelner Dance-Factory. Rund 30 kleine und große Mädchen üben hier regelmäßig, um bei den verschiedenen Auftritten eine gute Figur zu machen.

1999 hat Doris Pirwitz die Dance-Factory in der Kleinstadt gegründet. Regelmäßig trainiert sie mit den Kindern die Tanzschritte. Zum Weihnachtsfest übt sie mit den kleinen Tänzerinnen immer ein besonderes Programm ein. In der Rahmenhandlung begleitet der Zuschauer die kleine Anna. In einem Traum erhält sie einen goldenen Schlüssel, mit dem sie die verschiedenen Fantasiefiguren zum Leben erwecken kann. Die verschiedenen Fantasiefiguren erzählen und tanzen ihre Geschichte mit dem Mädchen auf der Bühne. Klassikfans erkennen vielleicht eine Verwandschaft mit Tschaikowskis Nussknacker. Allerdings gefällt den Mädchen mehr die modernere Musik. Wie gut sie sich für ein Bühnenwerk eignet, zeigen die kleinen Darsteller bei ihren vielen Auftritten.

Die verschiedenen Figuren ermöglichen es, die verschiedenen Tanz- und Ausdrucksformen auf die Bühne zu bringen. Daneben können sich die Mädchen einmal in ihrem Lieblingskostüm zeigen. Die Kostüme für das Weihnachtsprogramm haben die Familien liebevoll mit der Chefin der Dance-Factory gestaltet. "Besonders möchte ich hier Klaus-Peter Meier erwähnen. Er unterstützt uns immer mit der richtigen Musik", sagt Doris Pirwitz.

Acht Auftritte in der Vorweihnachtszeit hat Doris Pirwitz für ihre kleine Truppe organisiert. Bis nach Magdeburg führt sie die Mädchen dabei. Zu sehen sind die Kinder aber auch in Egeln selbst, sagt sie. Auf den Weihnachtsmärkten der Region ist die Dance-Factory ein fester Programmbestandteil. Den Kindern macht das Tanzen vor allem Spaß. In der Gemeinschaft lernen sie, die Tanzschritte. Für die kleinen Mädchen ist dabei auch die Gesellschaft der größeren Mädchen interessant. Hier können sie Erfahrungen sammeln und sich austauschen.

Zum Ende des Programms denken die Mädchen auch an die Kinder, für die es wegen Krieg und Armut kein schönes Weihnachtsfest geben kann. Daran wolle sie immer wieder erinnern und damit deutlich machen, wie sicher und gut die Kinder hier aufwachsen.

Nach den acht Auftritten gibt es auch für die kleineren und größeren Tänzerinnen das lang ersehnte Weihnachtsfest. Dann können sie die Tanzschuhe an den Haken hängen und sich etwas ausruhen. Doch schon bald im neuen Jahr beginnen die Vorbereitungen für nächsten Höhepunkte.