An Regen war nicht mehr zu denken, nur die Wege waren noch nicht wieder völlig abgetrocknet, als aus allen Straßen um das ehemalige Rathaus die Förderstedter Wanderfreunde zum Treffpunkt kamen. Als erster erschien Detlef Schuhmann.

Förderstedt l Schumann betonte, dass er immer fit für so eine Winterwanderung sei. Das musste er auch, denn er hatte das Ganze organisiert.

Einer der ersten Teilnehmer war der 76- jährige Siegfried Lampe. "Ich muss mal raus an die frische Luft nach all den Feiertagen", war seine Meinung. Auch von "Heringsalat ablaufen" und "Feiertagsspeck abbauen" war die Rede.

Vor allem standen aber die vielen Umarmungen und Neujahrsglückwünsche im Mittelpunkt, denn man sieht sich ja sonst nicht so oft. Als ein regelmäßiger Teilnehmer an der Winterwanderung erschien Ortsbürgermeister Peter Rotter (CDU), der diesmal Stadtratschef Sven Wagner (SPD) aus Hohenerxleben begrüßen konnte.

"Für die Kommunalpolitik ist so eine Wanderung sehr gut..."

Da nimmt es nicht wunder, wenn die beiden gleich wieder kommunalpolitische Themen beim Wickel hatten. Als ein Einwohner darüber frozzelte, meinte Wagner: "Für die Kommunalpolitik ist so eine Wanderung sehr gut, denn sie macht den Kopf frei und man kommt mit den Einwohnern ins Gespräch". Und Peter Rotter pflichtete ihm bei.

Inzwischen hatte die nahe Kirchturmuhr zehn Uhr geschlagen und der zweite Vorsitzende des SV Förderstedt, Marcus Korte, ergriff das Wort und begrüßte die erschienenen 50 Teilnehmer. Er sagte, dass Vereinschef, Thomas Conrad erkrankt sei und deshalb nicht mit wandern könne. Allen Teilnehmern wünschte er ein glückliches und gesundes neues Jahr und gab die Route bekannt. Sie verlief durch die Kirchhofstraße, Hinter den Gärten, Triftweg, Am Anger hinauf zur ehemaligen B 71, diese entlang zur Abzweigung nach Staßfurt und dann noch die letzten 200 Meter zum Vereinsheim "Bulettenschmiede" des SV Förderstedt.

Dann setzte sich der Zug in Bewegung. Eine zweite kleinere Gruppe mit Gerhard Schnock war mit den Fahrrädern auf einer anderen Route im Dorf unterwegs, stieß dann aber am Vereinsheim zu den Fußgängern dazu.

Auf eine Tradition musste in diesem Jahr allerdings verzichtet werden. Es hatte niemand einen Hund mitgebracht. Und Thomas Conrads "Lucky", der vergangenes Jahr die Führungsarbeit übernommen hatte, stand wegen der Erkrankung seines Herrchens nicht zur Verfügung. Die Wanderung endete am Vereinsheim. Hier waren schon Würstchen und Steaks gebraten und für Getränke sorgte das Team der "Bulettenschmiede". Damit stand einer ausführlichen Auswertung nichts mehr im Wege. Auch für die Besprechung der neuesten Dorfnachrichten blieb noch Zeit, bevor alle zufrieden den Heimweg antraten.

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