Die Kleintierzüchter in Egeln-Nord zeigten am Wochenende ihre Tiere. Es waren fast zu viele für das Dorfgemeinschaftshaus.

Egeln-Nord l Über 400 Tiere brachten die Kleintierzüchter aus Egeln-Nord bei ihrer offenen Lokalschau am vergangenen Wochenende zusammen. Eigentlich musste Vereinschef und Ausstellungsleiter Peter Graf froh sein, dass die Züchter von Wassergeflügel auf die Ausstellung ihrer Tiere verzichteten. Denn dann wäre es noch enger geworden.

Die Vogelgrippe sorgte für reichlich Gesprächsstoff unter den Geflügelzüchtern. Nach einigen Funden des Erregers bei Wildenten hatten die Behörden kurz vor der Schau die Bedingungen für die Wassergeflügezüchter deutlich verschärft, erklärte Peter Graf. Ob unter diesen Bedingungen überhaupt in Zukunft noch jemand Wassergeflügel züchten werde, sei für ihn äußerst fraglich, meinte er.

Noch dürften die Tiere in der Egelner Mulde im Freien gehalten werden. Doch nur wenige Kilometer entfernt beginne die Stallpflicht, schildert er. Auch ohne das Wassergeflügel gibt es noch ausreichend zu sehen für die Besucher. 152 Kaninchen und allen Größen und Farben haben die Züchter mitgebracht. Außerdem stehen 129 Hühner und 132 Tauben in den Käfigen. Mit der Bewertung seien er und seine Zuchtfreunde sehr zufrieden, sagt Peter Graf und zeigt auf einen großen Tisch, der sich fast unter der Last der vielen Pokale durchbiegt. Die Preisrichter hätten die ausgestellten Tiere durchweg sehr gut bewertet.

In Egeln-Nord machen Zuchtfreunde an diesem Wochenende aus Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls Station. Die Nordlichter sind vor allem an bei ihnen seltenen Rassen für eine Nachzucht interessiert.

Bei ihrer offenen Lokalschau bleiben die Züchter des Egelner Ortsteils aber selten unter sich. Verbindungen haben sie bis nach Thüringen. Ein Züchter hat seine Tiere zur Schau mitgebracht. In diesem Jahr wollen die Kleintierzüchter ihre Tiere im europäischen Vergleich zeigen. Die Fahrt nach Metz im Herbst sei schon gebucht, sagt Peter Graf. Für einige Tage wolle er mit seinen Vereinsfreunden und ausgesuchten Tieren an einer großen Europaschau teilnehmen. Bereits jetzt ist die Vorfreude auf den Termin groß. Dabei beginnt in den kommenden Wochen eine spannende Zeit für die Züchter. Jetzt beschäftigen sie sich bereits mit der Nachzucht für dieses Jahr. Erste Hühner hätten ihre Eier bereits gelegt. Etwas Sorgen bereitet den Züchtern aktuell das Wetter. Das ständige Auf und Ab der Temperaturen sei nicht ideal für die Brut der Eier, schätzt Peter Graf ein. Aber vielleicht werde es bald kälter, meint er.