Die Jahreshauptversammlung der Schneidlinger Ortswehr hatte am Freitagabend nicht nur die Auswertung gefahrener Einsätze in 2014 zum Thema. Sie widmete sich zugleich der Nachwuchsarbeit. Die Ehrenamtlichen Helfer gründeten vor zehn Jahren eine der ersten Kinderfeuerwehren im Kreis.

Schneidlingen l Die Kinderfeuerwehr in Schneidlingen nimmt in diesem Jahr Kurs auf ihr zehnjähriges Bestehen. Einst als "Krabbelgruppe" (diesen Namen trug die Gruppe ganz am Anfang tatsächlich) gegründet, möchten die Mädchen und Jungen darin heute nicht mehr so genannt werden. Denn die Kleinsten der Ortswehr haben sich mittlerweile behauptet. Andrea Bandursky, die die Kinderfeuerwehr zusammen mit Heike Luwich leitet, konnte eine erfreuliche Entwicklung der Mitgliederzahlen für das zurückliegende Jahr mitteilen. Zählte das Team im Januar acht Jungen und zwei Mädchen, gehörten im Dezember 14 Jungen und vier Mädchen dazu. Andrea Bandursky musste aber auch berichten, dass es den Schneidlinger Kameraden in den letzten Jahren trotz der intensiven Nachwuchsarbeit nicht gelingen konnte, junge Mitglieder aus den eigenen Reihen in den aktiven Dienst zu führen. Die Jugendfeuerwehr musste 2014 Einbußen bei den Mitgliederzahlen hinnehmen. Sechs Mitglieder zählt die Gruppe derzeit. Junge Männer und Frauen traten aus, weil ihre Ausbildung oder der Job sie zwinge dem Heimatort den Rücken zu kehren, erklärte Andrea Bandursky.

Hoffnungen ruhen dennoch auf der Nachwuchsarbeit. An-drea Bandursky erinnerte daran, dass die Kinderfeuerwehr in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert. "Wir waren eine der ersten Kinderfeuerwehren im Landkreis", so die Schneidlingerin. Sie regte Hinweise an, wie das Jubiläum gefeiert werden kann. "Für Vorschläge sind wir immer offen."

Zuvor hatte Ortswehrleiter Joachim Braun Bilanz gezogen. Er informierte, dass die Freiwillige Feuerwehr Schneidlingen derzeit 79 Mitglieder zählt. Darunter sind 22 aktive Kameraden (mit zwei Frauen) und 14 Männer und Frauen der Altersabteilung sowie 38 fördernde Mitglieder und fünf Ehrenmitglieder.

Im zurückliegenden Jahr wurden die Schneidlinger Wehrleute zu zwölf Einsätzen gerufen. Hilfe wurde unter anderem bei Verkehrsunfällen geleistet. Außerdem beseitigten die Kameraden eine Ölspur und führten Löscharbeiten bei einem Mittelbrand auf dem Gelände einer Firma am Airport durch. Im Mai waren sie mit ihrer Hilfeleistung bei einen Kleinbrand zur Stelle. "Für unsere Kameraden ist es nicht immer einfach, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Trotzdem haben wir einen guten Ausbildungsstand und wir bemühen uns, diesen zu halten", so Joachim Braun.

 

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