Die ersten Sonderausstellungen des neuen Jahres lockten wieder einmal zahlreiche interessierte Besucher in das Staßfurter Stadt- und Bergbaumuseum.

Staßfurt l Die neuen Sonder-Ausstellungen umfassen "80 Jahre Hummelfiguren", "Bunte Vielfalt" von Silke Drechsler und "Kreatives aus Ton und Natur" von Birgit Ernst.

Pünktlich griff Theresa Lesinski von der Musikschule des Landkreises zu ihrem Akkordeon, um die feierliche Eröffnung der aktuellen Sonderausstellungen musikalisch zu umrahmen. Und sie kam ohne Zugaben zu ihren Darbietungen nicht aus dem Museumskeller. Dann hatte Museumsleiter Michael Scholl die ehrenvolle Aufgabe, seine Akteure und Besucher herzlich willkommen zu heißen, darunter besonders den Löderburger Heimatverein.

Pflege des Kulturgutes

Oberbürgermeister René Zok übernahm es, die Urkunden für ein aktives Mitwirken im Stadt- und Bergbaumuseum sowie für die Aussteller vorhergegangener Sonderexponate, selbst zu überreichen. In seiner Begrüßung verwies Scholl auf die Bedeutung von Heimatstuben und Museen. "Wir sollten alles erhalten, was unsere Vorfahren täglich gebraucht haben. Dabei sollten wir aber auch das Moderne pflegen, so dass junge Menschen den Weg zu derartigen Exponaten finden." Dann nutzte der Museumschef die Gelegenheit, die aktuellen Aussteller vorzustellen, die schließlich auch selbst über ihr Hobby berichteten. Nach der Sammlerin der Hummelfiguren, die anonym bleiben will, konnte Birgit Ernst aus Burg berichten, dass sie noch sehr jung in ihrem Metier wirkt. Vor fünf Jahren begann sie mit dem Töpfern und stellte nun erstmals in Staßfurt aus. Sie erzählte stolz, dass sie zu ihrem 50. Geburtstag einen Brennofen für ihr Hobby geschenkt bekam. Sie wurde bei der Vorbereitung dieser Ausstellung von ihrer Schwester Martina Hartnauer unterstützt, so dass alles bestens präsentiert werden kann. "Ich könnte Tag und Nacht arbeiten, so viel Ideen habe ich", gab sie bekannt. So sei vorgesehen, dass ihr hervorragend gestaltetes Herbstmotiv mit den Sonnenblumenblättern noch Geschwister in Form der anderen Jahreszeiten erhalten soll. "Die Exponate sind ein gelungener Beitrag des Handswerks", so Scholl.

Verweis auf andere Touren

Silke Drechsler gestaltet die dritte Sonderausstellung, die den hinteren Raum parterre und den Treppenaufgang mit Gemälden bestückt. Silke Drechsler ist seit sechs Jahren freiberufliche Fotografin und begann vor rund einem Jahr mit der Malerei. Werke ihres fotografischen Schaffens werden die Besucher im nächsten Jahr in ihrem Staßfurter Museum bewundern dürfen.

Abschließend verwies Michael Scholl auf die "Salzige Tour", die auch durch Staßfurt führt. Ein entsprechender Flyer konnte mitgenommen werden. Auch die "Süße Tour" durch die Börde empfahl der Museumschef.

 

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