Mit glamourösen Kostümen, aufwendiger Lichtshow und einem knalligen Thema ging der Staßfurter Karneval am Sonnabend in die erste Runde. Gleich am Anfang gab es zwei Leichen.

Staßfurt l Zwei Damen, bis an die Zähne bewaffnet, schleichen durch das Salzlandcenter. Doch gleich knallt es im Saal, die Frauen gehen zu Boden und liegen leblos da. Eine Gruppe Mafiosi schleppt die Leichen davon und zieht wenig später mit einem Sarg durch den Saal.

"Es gibt Gangster in der Politik, in der Stadtverwaltung, vielleicht auch bei der Polizei", führt Dirk Kost, Vorsitzender des Staßfurter Männerchors, in die 59. Session ein. "Gangster, Gauner und Ganoven" heißt das Motto und die Stadt bekommt ordentlich ihr Fett weg.

Die Schunkelbrüder Mario Pich und Mathias Klein bekommen als Knastbrüder Freigang und machen Stimmung, bewacht von Polizisten wie Günter Engelhardt. Nachtwächter Eberhard Kanitz und Eric Maindok prangern die Ruinen am Prinzenberg an, die löchrigen Straßen und einen Stadtrat, "der über alles meckern kann". In Gabi Hammermeisters Bütt ist der Oberbürgermeister einer, der alles auf seine Stadträte schiebt und diese wiederum zanken wie die kleinen Kinder. Klaus Stops nimmt als Stadtstreicher die Trinkerei im Kaligarten aufs Korn.

Herzallerliebst sind die Auftritte von Prinzengarde und Kindertanzgruppe, die die jungen Tänzer Justin, Maria und Leonie Fischmann seit dieser Session selbst führen. Das Kinderprinzenpaar Leonie und Pepe und ihre Majestäten Mandy I. und Matthias II. repräsentieren den Karneval gebührend, verliehen Orden und geben Küsschen.

Kostüme, Ton, Lichtshow, und Requisiten sind professionell: Die Salzlanddancer mit riesigem Federkopfschmuck, Feuerwerk auf der Bühne, buntes Licht mit effektvollen Sternchen und eine neue, schicke Loge für die Oberen. Was will der Karnevalfan mehr?

Es gibt noch einige wenige Restkarten für die Shows an den Sonnabenden, 7. und 14. Februar, je ab 19.11 Uhr.

   

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