Staßfurt l Die wilde Müllverkippung weist in der Stadt Staßfurt eine zunehmende Tendenz auf. Hatten die Mitarbeiter des Fachdienstes Sicherheit und Ordnung der Stadtverwaltung im vergangenen Jahr insgesamt 50 solcher Fälle registriert, waren es in den ersten 16 Tagen des neuen Jahres bereits sechs derartiger Vorkomnisse.

Die Stadt meldet ihre Beobachtungen dann an den Kreiswirtschaftsbetrieb des Salzlandkreises weiter, weil dieser für die Entsorgung des in die Landschaft gekippten Unrates außerhalb der Ortschaften verantwortlich ist. Für die dadurch entstehenden Kosten müssen am Ende alle Müllgebührenzahler aufkommen.

Nicht nur deshalb findet die Fachdienstleiterin Susanne Henschke diesen Umweltfrevel unverantwortlich. "Ich habe dafür kein Verständnis", sagte sie unter Hinweis auf das perfekt organisierte und preiswerte Müllentsorgungssystem im Landkreis, das auch die Sperrmüllentsorgung beeinhaltet. Zudem bestehe die Möglichkeit, derartige Abfälle auf den Wertstoffhof zu bringen, der sich auf dem Gelände der Mülledeponie an der Hohen-erxlebener Straße in Staßfurt befinde.

Bei dem jüngsten Fall, den die Außendienstmitarbeiter feststellten, handelt es sich um Sperrmüll, der vor wenigen Tagen in der Nähe des ehemaligen Bleicherdewerkes an der Rathmannsdorfer Chaussee abgekippt wurde. Darunter befanden sich nicht nur alte Möbel, sondern mehrere ausgesonderte Türen. "Die konnte man nicht mit einem Handwagen dort hin schaffen", sagte Henschke. Sie bittet deshalb Zeugen um Mitteilung per Telefon (03925) 98 14 20, um diese Umweltstraftat aufklären zu können. Das ist in den meisten Fällen nicht ganz einfach, denn die Täter hinterlassen selten Hinweise, die Rückschlüsse auf ihre Person zulassen.

In diesem Zusammenhang teilte Henschke mit, dass die Osterfeuerplätze noch nicht geöffnet sind. Die Termine werden rechtzeitig in der Volksstimme bekannt gegeben. In Üllnitz sei teilweise sogar Müll abgekippt worden.