Auch in der Stadt Hecklingen schont die milde Winterwitterung den Einsatz schwerer Räumtechnik. Derzeit wird nur wenig Streusalz verbraucht. Dabei halten sich die Einsatzkräfte bereit. Gemeindemitarbeiter und Stadtbaubetrieb sind gerüstet.

Hecklingen l Die Flocken des gestrigen Vormittags ließen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt keine dicke Schneedecke liegen. "Dieser Winter ist nichts Halbes und nichts Ganzes", sagt Lothar Peters. Der Geschäftsführer des Hecklinger Stadtbaubetriebs musste in den zurückliegenden Monaten noch keinen Einsatztrupp in voller Besetzung am frühen Morgen losschicken. Natürlich halten sich seine Männer aber bereit.

Um 4.30 Uhr beginnt die erste Schicht. Bisher kam ausschließlich Streusalz zum Einsatz. "Wir sind aber immer auf dem Sprung." Peters weiß, dass die Situation gestern am Morgen in Staßfurt ganz anders aussah . Dort sei alles weiß gewesen und in Hecklingen lag kein Schnee. "Natürlich haben wir dennoch sicherheitshalber ein paar Runden gedreht. Die Gehwege waren aber frei."

Der Winter-Stammbesetzung des Stadtbaubetriebes gehören sechs Mitarbeiter an. Würden die Flocken über Nacht kräftig wirbeln, würden die Männer mit ihrer Räumtechnik zunächst die üblichen Schwerpunkte fegen. Zubringerstraßen wie etwa die Blauersteinstraße zum Wohngebiet "Pfarrbreite" oder Straßen und Gehwege an Schule, Kindergarten und Feuerwehr hätten Priorität, erklärt Peters.

Das Salzlager seines Unternehmens ist im Moment aber noch gut gefüllt. Seine Firma übernimmt im Rahmen eines Vertrages Leistungen für die Stadt im Ortsteil Hecklingen, die früher der Stadthof erfüllte. In Groß Börnecke, Schneidlingen und Cochstedt sind dafür die Bauhöfe mit ihren Gemeindearbeitern zuständig.

Bauhöfe stehen ebenfalls in den Startlöchern

Konnte die Stadt beim milden Winter in diesem Jahr bisher sparen? Diese Frage leitete die Volksstimme gestern an die Leiterin des zuständigen Bau- und Ordnungsamtes Sigrid Bleile weiter. "Vielleicht ein bisschen beim Streusalz und dem Einsatz der Technik." In jedem Fall hoffe die Verwaltung, dass der große Wintereinbruch in diesem Jahr ausbleibt. Des einen Freud sei des anderen Leid, meinte die Amtsleiterin sinngemäß. Natürlich seien die Bauhöfe der drei Orte aber gerüstet. "Man weiß nicht, was noch kommt." Im Moment sei in Groß Börnecke, Schneidlingen und Cochstedt aber alles im grünen Bereich, so Sigrid Bleile.