Güsten l "Die Stadt kann scheinbar machen was sie will", schimpft Peter Fricke aus Güsten, nachdem er miterleben musste, wie die beiden Weiden am Denkmal im Freiheitsdamm der Kettensäge zum Opfer gefallen sind. Schon das Beispiel mit den Osmarsleber Linden sei praktisch charakteristisch für solche Aktionen. "Komisch ist dazu noch, dass nicht die Firma beide Weiden umgelegt hat, sondern der zweite Baum vom Bauhof gefällt wurde", ergänzt der Güstener noch.

"Das ging schon alles mit rechten Dingen zu", entgegnet Bürgermeister Helmut Zander zu dem Vorgang mit den Weiden. "Die Bäume waren vom Schwefelporling befallen", so der Bürgermeister. Dieser Pilz gehe in die Wurzeln und gefährde dadurch die Standsicherheit. "Das wurde bereits im vergangenen Jahr festgestellt und durch einen Sachverständigen bestätigt."

Dass nun zuerst Mitarbeiter einer Firma die Kettensäge ansetzten und dann beim zweiten Baum Mitarbeiter des Bauhofs, liege einfach daran, dass die kommunale Technik für den großen Baum nicht hoch genug reiche. Für das kleinere Exemplar schon, so Zander.

Mittlerweile ist auch die von ihm im jüngsten Stadtrat erwähnte Fällung eines Kastanienbaums zwischen der St.-Vitus-Kirche und dem Thomas-Müntzer-Hof erfolgt (wir berichteten). Der Bürgermeister hatte eingeräumt, das es in der Stadt Versäumnisse bei der Baumpflege gebe und weitreichende Maßnahmen angekündigt.