Güsten l Güstens ehrenamtlicher Bürgermeister Helmut Zander (SPD) kann ohne Probleme in seine dritte Amtsperiode starten. Seine Wiederwahl war gestern nur eine Formsache, denn Zander war ohne einen Gegenkandidaten angetreten.

Deshalb war die Stimmenauszählung am Abend nach der Schließung der fünf Wahllokale auch relativ schnell erledigt, denn es waren nur 664 Wähler an die Urnen gegangen. "Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 17,8 Prozent", sagte die Wahlleiterin der Verbandsgemeinde Saale-Wipper, Gabriele Große der Staßfurter Volksstimme. Hinzu kamen insgesamt 62 ungültige Stimmen. Damit entfielen 602 gültige Stimmen auf Helmut Zander. "Das sind 91 Prozent", so Große.

Sie nutzte am Abend die Gelegenheit, sich bei den rund 30 Wahlhelfern zu bedanken, die von 8 bis 18 Uhr die Stimmabgabe der Güstener ermöglicht hatten.

Helmut Zander hatte sich 2001 und 2008 zur Wahl gestellt. In beiden Fällen hatte er es aber nicht so leicht wie dieses Mal, denn er hatte immer Gegenkandidaten.

2001 ging Zander mit 49,3 Prozent als klarer Sieger hervor und verfehlte im ersten Wahlgang nur knapp die absolute Mehrheit. Er musste in die Stichwahl, die er gegen Marlis Bey (CDU) deutlich gewann.

2008 war Zander gleich im ersten Wahlgang mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt worden. Dadurch musste er sich keiner Stichwahl mehr stellen. Parallel zur Bürgermeisterwahl fand vor sieben Jahren in Güsten auch ein Bürgerentscheid statt. Dabei beantworteten 1308 Wahlberechtigte die Frage, ob sich Güsten zusammen mit den anderen Mitgliedsorten der Verwaltungsgemeinschaft "Saale-Wipper" und eventuell noch mit der Gemeinde Amesdorf zu einer neuen Stadt zusammenschließen soll, mit einem klaren Ja. Das waren 90,9 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug damals 41,51 Prozent.

Helmut Zander, dem Landrat Markus Bauer (SPD) gestern Abend persönlich zur Wiederwahl gratulierte, sagte: "Eine Wahlbeteiligung von 17,8 Prozent ist in einer Demokratie ein bisschen wenig. Es hätte sich ja jeder melden können." Der SPD-Politiker führt die Zurückhaltung der anderen Parteien der Stadt, auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten zu verzichten, auf die konstruktive Zusammenarbeit im Stadtrat zurück. Seine dritte Amtszeit beginnt im Mai. Er werde die gesamte Legislaturperiode von sieben Jahren absolvieren, sagte Zander.

Die nächste Wahl in der Verbandsgemeinde steht am 26. April im Terminkalender. Dann bestimmen die Ilberstedter, wer ihren Ort in den nächsten Jahren führen soll. Bislang hat nur Bernburgs Ex-Landrat Roland Halang, der bis vor sieben Jahren schon einmal an der Spitze des Ortes stand, seinen Hut in den Ring geworfen.

Die Bewerbungsfrist endet am 30. März, sagte Große.